Ostertage
Karfreitagsmeditation und Osterglanz: Livemusik und Streams über die Feiertage

Trotz des Kulturlockdowns gibt es über die Ostertage in der Region ein reges musi­kalisches Begleitprogramm. In Gottesdiensten erklingt live Musik um «Liebe und Verrat», als Streams gibts grosse Sinfonik mit dem Lucerne Festival Orchestra und dem Luzerner Sinfonieorchester.

Urs Mattenberger
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Der im Januar gestartete Zyklus mit Bach-Kantaten in Gottesdiensten in der Matthäuskirche wird am Ostersonntag fortgesetzt.

Der im Januar gestartete Zyklus mit Bach-Kantaten in Gottesdiensten in der Matthäuskirche wird am Ostersonntag fortgesetzt.

Bild: Manuela Jans-Koch (luzern, 17. Januar 2021)

Eine führende Rolle spielt in Luzern bei der Livemusik in Gottesdiensten die Matthäuskirche, die die Feiertage am Gründonnerstag, 1. April, 19 Uhr, mit einer musikalischen Feier einleitet: Ein professionelles Vokalquartett unter der Leitung von Stephen Smith an der Orgel singt Motetten aus den Tenebrae-Responsorien von Tomás Luis de Victoria, verbunden werden sie mit Textmeditationen zum Thema «Liebe und Verrat» (Eva Brandin). Wiederholt wird das musikalische Programm im Karfreitagsgottesdienst (2. April, 10 Uhr). Am Ostersonntag, 4. April, 10 Uhr, führt Smith seinen im Januar begonnen Zyklus mit Kantaten von Bach weiter («Christ lag in Todesbanden», Predigt: Markus Sahli). Im Evensong am Ostersonntag, 4. April, 17 Uhr, singen Vokalisten Musik der englischen Romantik.

An Karfreitag sowie am Ostersonntag werden die Gottesdienste auch in anderen Kirchen aufwendiger mit Livemusik gestaltet. Quasi als Ersatz für die Passionen von Bach kommen an Karfreitag Arien aus Händels «Messias» zum Zug, so in der reformierten Kirche in Sarnen (10 Uhr, mit Gesang, zwei Violinen und Continuo) sowie in der reformierten Kirche Zug (10 Uhr, mit Gesang und einem Instrumentalensemble ad hoc).

In der Kirche Bruder Klaus in Zug sorgt neben den Sopranistinnen Stefanie Erni und Car­mela Konrad ein Instrumentalensemble mit Trompete für ­Osterglanz (Ostersonntag, 10.30 Uhr).

Streams mit Abbado, Chailly und Gaffigan

Neben dem Stream von Bachs Matthäuspassion aus dem KKL (Zürcher Sing-Akademie, vgl. separater Artikel) gibt es weitere prominente Feiertagsstreamings. Noch bis Karsamstag ist auf der Website von Lucerne Festival die Aufnahme von Mozarts «Requiem» mit dem Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado verfügbar. Am 4. und 5. April wird Gustav Mahlers «Achte Sinfonie» gezeigt, mit der Riccardo Chailly und das Festivalorchester Abbados Mahlerzyklus vervollständigten.

Einen Livestream bietet am Gründonnerstag, 1. April, 19.30, das Luzerner Sinfonieorchester. James Gaffigan dirigiert hiereine Uraufführung von Francisco Coll – ein Abschiedsgeschenk des Orchesters an den scheidenden Chefdirigenten – sowie das dritte Klavierkonzert (mit Nicolas Angelich) und die siebte Sinfonie von Beethoven.

Erwähnte Streams auf: www.lucernefestival.ch, www.sinfonieorchester.ch