Das Programm des Kunstmuseums Luzern für 2020 ist da: Von Holzfällern, Gärten und Eis

Das Programm des Kunstmuseums Luzern ist bekannt. Was im nächsten Jahr alles erwartet werden kann.

Susanne Holz
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Kunstmuseumsdirektorin Fanni Fetzer in der Ausstellung von Giulia Piscitelli.

Kunstmuseumsdirektorin Fanni Fetzer in der Ausstellung von Giulia Piscitelli.

Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 19. Dezember 2019

2020 schaut das Kunstmuseum Luzern in seinem Programm genau hin und geht diversen Fragen nach. Direktorin Fanni Fetzer spricht von «Sehen als Bildkompetenz». So zeige man Hodlers berühmtestes Sujet, den «Holzfäller», als Serie und frage damit nach Original, Kopie und Erfolgsstrategie. Die Ausstellung «Hodlers Holzfäller» beginnt im Juni und endet im September. Hodler hatte ­dieses Motiv ursprünglich für die neue 50er-Note entworfen, 1908. Dann malte er zwischen 1909 und 1913 neunzehn Holzfäller. Bereits 1912 tauchen erste Fälschungen auf. Der Holzfäller selbst unterscheidet sich auf Hodlers Bildern kaum, Hintergründe, Jahreszeiten und Lichtverhältnisse jedoch variieren.

Nicht weniger spannend versprechen die weiteren Ausstellungen zu werden: «Alles Echt!» geht ab 29. Februar anhand von Werken aus der Sammlung den Phänomenen von Imitation, ­Kopie und Wiederholung nach. Auch das Kunstmuseum Luzern verfügt über die wohl meist kopierte Ikone der Kunstgeschichte überhaupt: eine hauseigene Mona Lisa. Am gleichen Tag startet eine Retrospektive zu Marion Baruchs (geboren 1929) Werk: «Innenausseninnen». Innenwelten und Aussenräume: Wer gehört dazu, wer bleibt fremd? In Kooperation mit dem Fumetto Comic Festival Luzern führen von März bis Mai die Schwedin Nathalie Djurberg und der Komponist Hans Berg durch ein Labyrinth zwischen Himmel und Hölle. Ab Juli wird in «I Like A Bigger Garden» das Werk der verstorbenen Luzerner Künstlerin Josephine Troller mit zwei zeitgenössischen Positionen kontextualisiert.

Ab September sind Fotografien Andreas Züsts (1947–2000) zum Thema Eis zu sehen. Von Ende Oktober 2020 bis Ende Januar 2021 zeigt das Museum in "Sculpture / Sculpture" die Gemeinsamkeiten des skulpturalen Werks von Michal Budny (geboren 1976) und Vittorio Santoro (geboren 1962) auf. Die Skulpturen aus Holz und Bronze des 1987 geborenen Micha Zweifel sind ab Dezember ausgestellt: "Zur Sackgasse 4. Stock". Micha Zweifel ist Träger des Manor Kunstpreises Zentralschweiz Luzern. Die Gewinnerin des Ausstellungspreises 2019 der Kunstgesellschaft Luzern, Maude Léonard-Contant, richtet dann im Dezember 2020/Januar 2021 die Kabinettausstellung ein.

Das gesamte Programm ist zu finden unter www.kunstmuseumluzern.ch.