WALCHWIL: Zum Jubiläum ein tierisch guter Umzug

Die Gemeinde feierte ihr 50. Bergfest. Das hat nicht nur viele Besucher auf den Plan gerufen nein, auch die Tierwelt hatte Spass am Präsentieren.

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Ob Braunvieh... (Bild: Werner Schelbert)

Ob Braunvieh... (Bild: Werner Schelbert)

Vanessa Varisco

Ein halbes Jahrhundert schon feiern die Walchwiler zusammen ihr grosses Fest: Bereits zum fünfzigsten Mal fand dieses Jahr das traditionelle Walchwiler Bergfäscht statt.

Ein besonderer Umzug

Dieses Jubiläum feiert die Gemeinde mit einem besonderen Kulturumzug. Über fünfzehn Wagen sind beim Umzug dabei, und ihre Sujets sind breit gestreut. So gibt es beispielsweise Schwinger, die sich auf einer speziell präparierten fahrenden Bühne messen, oder einen Kinderchor, welcher die zahlreichen Zuschauer zum Lächeln bringt.

«Dieser Umzug ist zwar neu an unserem Bergfäscht, aber er zieht dennoch viele Besucher an. Wir haben zuvor etwas Werbung betrieben und von der guten Stimmung hier berichtet», erklärt Matthias Roth, 13, und lässt seinen Blick über das Festgelände schweifen. Recht hat er, trotz trüber Witterung mangelt es nicht an Publikum, und dieses schützt sich mit kunterbunten Regenschirmen.

Vor 50 Jahren noch relativ klein

Vor fünfzig Jahren war das Bergfäscht noch kein grosser Anlass, doch nach und nach konnte es sich etablieren. Inzwischen ist es eine feste Grösse in Walchwil. «1989 war ich das erste Mal dabei, und seitdem komme ich jedes Jahr hierher, da einfach eine geniale Stimmung herrscht. Wir feiern dieses Brauchtum, es ist ein absolutes Muss für jeden Walchwiler», berichtet die Einheimische Erika Hürlimann und schliesst sich dann mit ihrem Traktor dem Umzug an. Vorher verrät sie aber noch, weshalb sie hier ist: «Ich habe mir überlegt, den Zuschauern zu präsentieren, wie gut unser Gemüse hier in Walchwil wächst. Zur Verstärkung habe ich ein paar Freundinnen mitgebracht.»

Solche Präsentationen der Kultur in Walchwil sind auch das Hauptziel des diesjährigen Jubiläums. Die Besucher sollen eine Zeitreise durch fünfzig Jahre Walchwil erleben. Diese Idee wird während der gesamten drei Tage des Festes umgesetzt, Mundartbands sorgen für musikalische Unterhaltung und am Samstagmorgen gibt es erstmals einen Frühschoppen.

Zurück zum Umzug. «Das Schönste an diesem Umzug ist das abwechslungsreiche Programm», meint Franziska Schwitter, während die Fahnenschwinger an ihr vorbeiziehen. Neben Traktoren, Alphornbläsern und dem Kinderchor gibt es nämlich sogar tierische Verstärkung. Eröffnet wird der Umzug mit einem Braunviehzug: Die Häupter der Kühe sind mit Blumen geschmückt. Später folgen Esel, Schweine und sogar Kaninchen, was dem einen oder anderen Zuschauer verzückte Ausrufe entlockt.

Geselligkeit und Verbundenheit

«Mich begeistern vor allem die Geselligkeit und die Verbundenheit zur Heimat. Alle sind fröhlich, alle reden miteinander, das gefällt mir», erzählt Dario Annen, 15, der mit seiner Treichlergruppe angereist ist. So weit das Auge reicht, haben sich Jung und Alt am Sonntag versammelt, unterhalten sich, lachen und geniessen den wunderbar organisierten Umzug, der ein Highlight dieses Bergfäschts ist. Die strahlenden Gesichter sind der Beweis für ein durch und durch gelungenes Jubiläumsfest.

... oder Federvieh... (Bild: Werner Schelbert)

... oder Federvieh... (Bild: Werner Schelbert)

... beim Jubiläumsumzug in Walchwil bekamen die Kinder viel tierische Unterstützung. (Bild: Werner Schelbert)

... beim Jubiläumsumzug in Walchwil bekamen die Kinder viel tierische Unterstützung. (Bild: Werner Schelbert)