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Luzerner Band liefert besondere Varianten von Weihnachtslieder

Dub Spencer & Trance Hill vertont auf ihrem neuen Album zwölf bekannte Weihnachtslieder. Natürlich auf ihre ganz eigene Art.
Pirmin Bossart
Dub Spencer & Trance Hill jonglieren jetzt mit Weihnachtsmelodien. Bild: PD

Dub Spencer & Trance Hill jonglieren jetzt mit Weihnachtsmelodien. Bild: PD

Auch das noch, seufzt das vorweihnächtlich geplagte Herz: Dub Spencer & Trance Hill aus Luzern legen ein Weihnachts­album vor. Wir mögen die Jungs, wir mögen ihre Musik, aber muss das sein? Wollen wir jetzt «Stille Nacht, heilige Nacht» & Konsorten auch noch in einer Dub-Version hören?

Nun denn, wer Dub liebt, mag über solche Befindlichkeiten nur lächeln. Er wird bei «Christmas in Dub» sofort mitnicken, den Groove spüren und die hallenden und zischenden Sounds geniessen, wie sie auch auf diesen besinnlichen Liedern von «Christmas in Dub» in göttlicher Frische herumblubbern.

Neben eher unbekannten Weihnachtsweisen treffen wir auf alte Schlachtrösser der Weihnachtsfolklore wie «Silent Night», «Jingle Bells», «Go Tell It On The Mountain» oder «Come, All Ye Shepherds», die jeweils, wie alle Tracks, noch mit dem Zusatz «Dub» versehen werden.

Schon in halb Europa gespielt

So handelt es sich bei «Oh, Come, Little Children Dub» um nichts anderes als den Tannenbaum-Heuler «Ihr Kinderlein kommet». Und wenn uns nicht alles täuscht, hat die Band auf «O Come, All Ye Faithful Dub» das Lied «Oh Du Fröhliche» verarbeitet, auf dem die ätzenden Acid-Sounds besonders hübsch auffallen.

Dub Spencer & Trance Hill gehören seit Jahren zu den erfolgreichen Dub-Bands in Europa. Das Quartett, das dem jamaikanischen Instrumental-Sound mit dem basslastigen Groove und dem betörenden Trance-Appeal frönt, besteht aus Marcel Stalder (Bass), Philipp Greter (Keyboards, Orgel, Melodika, Dubs), Markus Meier (Gitarre) und Julian Dillier (Schlagzeug), «Christmas in Dub» ist ihr ungefähr zwölftes Album. Das Quartett hat schon in halb Europa gespielt und geniesst mit seinem tanzbaren Sound und den psychedelischen Sounds ­einen ausgezeichneten Ruf.

Auf «Christmas in Dub» sind zwölf Tracks versammelt, die alle auf Weihnachtsliedern basieren. Es ist nicht so, dass sie sofort erkennbar wären. Im Zweifelsfalle höre man auf den Bass, in dessen Linien die Melodien anklingen. Dieses melodische Zentrum wird von der Band mit futuristischen Electronica-Sounds oder warmen Delay- und Reverb-Effekten geschmackvoll umspielt, erweitert, verdreht und transformiert. «Silent Night Dub» bekommt einen Mittelteil mit viel Space.

Jeder Song hat seine Spezialitäten und fordert die Instrumentalisten. Greter, der für die Tastenarbeit und die coolen Effekte verantwortlich ist, spielt auch Melodika. Auf «Jingle Bells» ist ein Banjo zu hören. Die Tracks sind vielfältig arrangiert, ohne ihren Dub-Puls zu verlieren. So darf man getrost Entwarnung geben: «Christmas in Dub» zeigt, wie locker und gekonnt Dub Spencer & Trance Hill ihren Dub handhaben. Diesmal wohl mit einem Engelslächeln auf den Stockzähnen.

Dub Spencer & Trance Hill: Christmas on Dub (Echobach/Prolog). 9. November, 21 Uhr, Plattentaufe, Schüür

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