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WELTFORMAT: Bunte Parade der Plakate

In sieben Ausstellungen zeigt das Plakatfestival Luzern aktuelle, ausgezeichnete Werke von internationalen Gestaltern. Zu sehen ist Zeitgeist, aber auch Exotik.
Film ab: Werbung für das Zürcher Kino Xenix. (Bild: PD)

Film ab: Werbung für das Zürcher Kino Xenix. (Bild: PD)

Kurt Beck

Ab heute darf das gute Plakat, das sonst draussen dem Wetter aller Art und Abgasschwaden ausgesetzt ist, wieder einmal museale Räume beziehen. Von heute bis Sonntag, 4. Oktober, findet in Luzern zum siebten Mal das internationale Plakatfestival Weltformat statt, das sozusagen eine Blütenlese des Plakatschaffens des letzten Jahres ist. Jedenfalls, was die Arbeiten der Grafikdesigner in Deutschland, Österreich und der Schweiz anbelangt. Bereits zum 14. Mal wurde der Wettbewerb «100 beste Plakate» durchgeführt. Mehr als 500 Gestalter und Auftraggeber haben insgesamt über 1800 Plakate eingereicht, die von einer internationalen Jury beurteilt und von denen die 100 besten ausgewählt wurden. Eine Woche lang sind diese nun in der Kornschütte Luzern ausgestellt.

Designerstücke unter sich

Die Präsentation im Kunst- und Kulturumfeld ist für das Plakat auch in anderer Beziehung vorteilhaft. Es wird nicht nur in einem optimalen Rahmen aufgehängt und kann seine Qualitäten zeigen und gut ausgeleuchtet seine optische Wirkung ungestört von kommerzieller Billigware entfalten. Designerstücke bleiben da unter sich.

In insgesamt sieben Ausstellungen können sich Freunde des guten Plakats ein Bild von der aktuellen Plakatkunst machen. Angefangen bei ganz jungem, frechem Design vor dem Luzerner Theater. Hier hängen 20 Plakate von Kunststudenten, die unter der Affiche «Visueller Skandal» um die Aufmerksamkeit der Passanten buhlen. Dass dabei öfters Sexuelles im Spiel ist, wundert wenig.

Universelle Bildsprache

Berliner Zeitgeist versprüht die Ausstellung «Anschlag Berlin» in den Ausstellungsräumen an der Rössligasse 12. Hier fächert sich ein extrem breites Spektrum an kreativem Schaffen auf, mit Plakaten, die ihre Funktionalität so minimieren, dass sie als Kunst durchgehen können. Die konkrete Werbebotschaft wird zur Beiläufigkeit reduziert, dafür dominieren bildnerische Kreativität und eine Ästhetik, die mehr Lebensgefühl wecken als Konsumentenorientierung vermitteln will.

Eine fremde, exotische Bildsprache bringt eine Auswahl von Plakaten aus Südkorea nach Luzern. Die Schriftzeichen lassen sich von Nicht-Koreanern kaum entschlüsseln, und die konkrete textliche Information bleibt unverstanden, falls sie nicht in englischer Sprache abgefasst ist. Die Auswahl der Plakate aus dem asiatischen Raum in der Ausstellung «Kill the Fathers» im Zwischenzeitraum an der Neustadtstrasse 6 in Luzern dokumentiert auf eindrückliche Weise, dass die Sprache des Bildes universal verständlich sein kann: Bildsprache ist Weltsprache.

Drei Ausstellungen richten den Blick zurück in vergangenes Plakatschaffen. Die Schau in der Kunsthalle Luzern setzt sich mit dem Tourismusplakat auseinander. Neben historischen Plakaten sind Neugestaltungen von Studierenden zu sehen, die mit ihren Entwürfen frischen Wind ins Thema bringen.

Plakate aus der Innerschweiz

Der gemeinsame Nenner der Plakate im Neubad Luzern ist ihr Auftraggeber. Seit 1981 lässt das Zürcher Kino Xenix Kinoplakate gestalten. Mehr als 300 ungewöhnliche Plakate von über 120 Grafikern sind dabei entstanden. Die diesjährige Ausgabe von Weltformat würdigt auch einen Innerschweizer Plakatgestalter und zeigt in der Galerie Tuttiart Highlights aus dem Schaffen des international gefragten Fotografen und Grafikdesigners Melk Imboden.

Hinweis

Ausstellungen in Luzern: Kornschütte; Erfrischungsraum, Rössligasse 12; Theaterplatz; Kunsthalle, Löwenplatz 11; Zwischenzeitraum, Neustadtstrasse 6; Neubad; Galerie Tuttiart, St. Karliquai 7. 12–18 Uhr. Bis 4. Oktober. www.weltform.at

Konsumkritisch: Plakat der polnischen Studentin Teresa Plotkowiak. (Bild: PD)

Konsumkritisch: Plakat der polnischen Studentin Teresa Plotkowiak. (Bild: PD)

Witzig: Werbung für eine Zeichnungsausstellung in Südkorea. (Bild: PD)

Witzig: Werbung für eine Zeichnungsausstellung in Südkorea. (Bild: PD)

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