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Werke am Art Parcours in Basel: Programm versus Realität

In einer kleinen Werkauswahl stellen wir die Beschreibungen der Autoren des Messeprogramms den Erklärungen und Erfahrungen unserer Redaktorin gegenüber.

(nag) Wie so oft in der Kunstwelt sind Interpretationen moderner Werke durch Experten äusserst subjektiv gefärbt und für den Laien nur schwer verständlich. Und so bietet die Art Basel auch heuer wieder ein Vielzahl sonderbarer Erläuterungen, gespickt mit Fach- und Fremdwörtern, die den Betrachter manchmal mehr verstören als die Kunst zu verstehen helfen.

Laurent Grassos im Antikenmuseum.

Grassos «Untitled».

Grassos «Untitled».

  • Programm: «Grasso schafft (...) Atmosphären, in denen die Grenzen unserer Wahrnehmung und unseres Wissens an der Schnittstelle heterogener Zeitlichkeiten und Geografien in Frage gestellt werden.»
  • Realität: Der kleine Bube mit dem Ritterhelm passt perfekt zwischen die antiken Vasen. Sein Papa weilt derweil an der Unlimited – halten Sie dort Ausschau, Sie werden ihn sofort erkennen!

Hassan Sharif im Erasmushaus.

  • Programm: «Als emblematischer Ausdruck der Befragung von Materialität, dem Experimentieren am Rande der Absurdität und seiner Affinität zu Sprache und Schrift, ist dies ein geeigneter Ort, um diesen vielschichtigen Dialog nicht nur visuell, sondern auch in einem wörtlichen Sinne zu erweitern.»
  • Realität: «Was hat das genau mit Erasmus zu tun?», fragt eine Dame. Der Guard holt Luft. Wir entfernen uns rasch.

Dan Graham auf dem Münsterplatz.

  • Programm: «Die Pavillons von Graham reflektieren und interagieren sowohl skulptural als auch architektonisch mit ihrer Umgebung und laden die Betrachter zur Teilnahme auf einer zeitlichen und perzeptiven Ebene ein.»
  • Realität: Eine tolle Skulptur für Kinder. Rein und raus und rein und raus. Dabei an die perzeptiven Ebenen denken und durch die Scheiben hindurch Grimassen schneiden.

Ron Terada an der Schifflände.

  • Programm: «Das Werk bezieht sich auf die Teilungen des politischen Territoriums in der Nachkriegszeit und auf die fortlaufenden Auswirkungen sozialer und geografischer Spaltungen.»
  • Realität: Eines der einzigen Werke des Parcours, das tatsächlich mitten im öffentlichen Raum steht und so in Kontakt mit der Bevölkerung kommt. Fazit nach 30 Minuten Beobachtung : Niemand bleibt stehen.

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