Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Konzert im KKL: Das Wesen der Liebe geht bis zum Mord

Das Damenquartett Salut Salon begeisterte im KKL mit Darbietungen zum Thema Liebe.
Roman Kühne
Action mit Salut Salon. (Bild: PD)

Action mit Salut Salon. (Bild: PD)

Es ist wie im echten Leben: Die Liebe, menschlichste aller Leidenschaften, legt viele Schlingen und Fallen. Trotz allen aktuellen Kontrollversuchen – von Internetmatching bis zu One-Night-Stand-Verträgen – bleibt diesem Sinngefäss zum Glück immer noch viel Unwägbares erhalten. Zahlreich sind die Spielformen, von der Vernunftbeziehung über wilde Leidenschaft bis hin zur kitschigen Romantik. Nimmt sich die Bühne dieses Themas an, ist der Grat oft schmal zwischen Sinn und flachem Klamauk.

Das brillante Damenquartett Salut Salon umschifft diese Klippe weiträumig und mit Bravour. Am Freitagabend liefert es im Rahmen von Obrasso Concerts im vollen Konzertsaal des KKL eine auf allen Ebenen überzeugende Performance. Ein schlichtes Bühnenbild bildet den Hintergrund. Eine graue Wand mit aufgemalten Schmetterlingen, vier rote Tafeln, schlichte Graffiti und eine Fahne mit dem Abendthema «Liebe». Dazu die vier Frauen, zuerst in Rot, frivol und verführerisch, dann im zweiten Teil in Schwarz, abgeklärt und reif.

Von Beethoven bis Grönemeyer

Mit starker Bühnenpräsenz liefern sie Stücke von Beethoven und Prokofjew über Gershwin und Astor Piazzolla bis hin zu Bob Dylan und Herbert Grönemeyer. Die Auswahl ist spannend und hochkarätig, angelt sich am Leitthema Liebe entlang. Etwa Astor Piazollas «Regreso al Amor» interpretieren die vier mit Schwung und Tiefgang. Der sich um den Walzer «La Folia» von Rachmaninow drehende Musikmix wird mit Rhythmus und Stil in die heutige Zeit geholt.

Viele Stücke sind eher auf der ruhigen Seite, beleuchten die ­melancholischen Phasen einer Beziehung. Nachdenklich, besonnen und intim, teils philosophisch gar («Wie tief kann man lieben») entwickelt Salut Salon sein Panoptikum. Es ist ein üppiges, sinnliches Bouquet, aber auch verloren und nachdenklich. Die Musik interpretiert es immer mit Qualität und Lust. Diese wundersame Musikbüchse wird durch kleine Theater angereichert. Herrlich, wie das Quartett in «Liebesmord» auf der Musik verschiedener Krimiserien wie «Ein Fall für zwei» oder «Akte X» die Szenarien einer tödlich verletzten Passion bespielt. Oder das verrückte slapstickende «What’s Love» ist ein Sammelsurium aus etwa 30 Momenten bekannter Melodien. Es ist ein herrlicher Abend – die perfekte Balance zwischen Seele und Gemüt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.