Muster, so schrill wie eine Migräne

Animal Prints begleiten die Mode seit den 1960-er Jahren. Auch in dieser Saison sind sie nicht totzukriegen.

Odilia Hiller
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Ob sich Männer an den Totallook trauen, ist umstritten. (Bild: Pietro D'Aprano/Getty)

Ob sich Männer an den Totallook trauen, ist umstritten. (Bild: Pietro D'Aprano/Getty)

Sie sind nicht totzukriegen. Animal Prints, zu Deutsch Tierdrucke, begleiten die Mode seit den Sechzigerjahren. Kaum glaubt man, Leoparden-, Tiger-, Zebra- und Schlangenmuster seien passé, sind sie wieder da. So auch diesen Herbst. Designer wie Prada, Cavalli, Victoria Beckham oder Proenza Schouler und viele mehr zeigten sie auf den Laufstegen. Die Modemagazine sprangen auf, die Influencerinnen sowieso. Verwirren könnte, dass «Elle» Zebra zum Nonplusultra erklärt, während «Vogue» verkündet, es sollten vor allem Wildkatzen sein. «Instyle» findet hingegen das Schlangenmuster den Hit.

Wem also soll man glauben? Niemandem. Wer Lust auf Tiermuster hat, der tue es. Hauptsache, keine echte Tierhaut. Ob sich Männer an den Totallook (Bild) getrauen sollten, ist umstritten. Ein guter Rat, der für beide Geschlechter gilt: ein Stück pro Look. Schuhe oder Tasche. Bluse oder Rock. Avantgardistinnen hingegen wagen den Mustermix mit anderen Prints wie Blumen oder Streifen. Auf die Gefahr hin, dass Mitmenschen vom Hinschauen Migräne bekommen.