WILLISAU: Begegnung mit Innovation – und zwei bewährten Trios

Mit dem zu Neige gehenden Sommer blüht jeweils das Musikgeschehen in Willisau auf. Die Organisatoren wissen jetzt auch, wer am 43. Jazz Festival aufspielen wird.

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Das sind BassDrumBone (von links):  Mark Helias, Gerry Hemmingway und Ray Anderson. (Bild: PD)

Das sind BassDrumBone (von links): Mark Helias, Gerry Hemmingway und Ray Anderson. (Bild: PD)

Das Das Jazz Festival Willisau dauert vom Mittwoch, 30. August bis Sonntag, 3. September. Die ersten beiden Festivalabende stehen ganz im Zeichen zweier Trios mit grosser Erfahrung. Über 40 gemeinsame Jahre auf der Bühne können Ray Anderson, Mark Helias und Gerry Hemmingway vorweisen. Als Trio BassDrumBonewachsen die drei Musiker weit über die herkömmliche Praxis des Improvisierens hinaus. Vor über 30 Jahren wurde das Trio The Necks in Australien gegründet.  Das Trio schafft es mit nichts als Klavier, Bass und Schlagzeug eine ganze Welt zu öffnen.

Spartenübergreifend  spielt auch das schweizerisch-international zusammengesetzte Insub Meta Orchestra am Donnerstagabend in Willisau. Die über 30 Musiker und Musikerinnen erfinden neuartige Texturen für kollektive Klangräume mit einem Breitbandspektrum von Instrumenten und Klängen.

Ebenfalls keine Berührungsängste zu experimentierfreudiger Musik weist Sam Amidonauf, der es liebt, traditionelle US-Musik in neue Kontexte zu bringen. Er tritt in Willisau mit dem Klarinettisten Ben Goldberg (New Klezmer Trio) und demBassisten und Gitarristen Shahzad Ismaily (Marc Ribot Ceramic Dog) auf. Breit ist das neue Projekt von Posaunist Michael Flury ausgerichtet.Flury and the Nuborns lässt frühesten Jazz von Joe King Oliver und dem Medium Schellackplatte erklingen.

Zwei Pianistinnen treffen sich in Willisau zum „Duopoly“. So heisst das aktuelle Album vonKris Davis, auf dem die gebürtige Kanadierin mit Musikern und Musikerinnen je im Duo spielt. Zu dieser Auswahl gehört auch die US-Pianistin Angelica Sanchez, die nun für ein ganzes Set mit Kris Davis zusammenspannt. Die schwedische Saxofonistin Anna Högberg und ihre vollständig weiblich besetzte Band Attack bietet zeitgenössischen Jazz.

Textlastiges und Gitarrenklänge

Im Late Spot, dem Willisauer Festival Club, setzt das Programm von Festivalleiter Arno Troxler auf konzertante Bands. Dieses Jahr kann ein Schwerpunkt auf die musikalische Verarbeitung von Texten festgemacht werden. In diesen Rahmen passen der Berner Mundart-Rapper Baze und das Westschweizer Quartett Innlaandds. Ein Fest für Gitarrenfreunde findet während dem Festival im intimen Rahmen der Rathausbühne statt: Angesagt sind Treffen von LuzernerChristy Doranmit dem französischen Gitarristen Noël Akchoté oder von Hans Kochmit Manuel Troller.

Weitere Informationen und das ausführliche Programm auf www.jazzfestivalwillisau.ch 

Das Programm

Mittwoch, 30. August

Hauptbühne 

Donnerstag, 31. August

Hauptbühne

Freitag, 1. September 

Samstag, 2. September

Sonntag, 3. September

The Necks aus Australien sind (von links) Chris Abrahams (Piano), Lloyd Swanton (Bass) und Tony Buck (Drums). (Bild: PD/Chris Holly)

The Necks aus Australien sind (von links) Chris Abrahams (Piano), Lloyd Swanton (Bass) und Tony Buck (Drums). (Bild: PD/Chris Holly)

Das schweizerisch-international zusammengesetzte Insub Meta Orchestra. (Bild: PD)

Das schweizerisch-international zusammengesetzte Insub Meta Orchestra. (Bild: PD)

Christy Doran kommt auf eine Session mit dem französischen Gitarristen Noël Akchoté nach Willisau. (Bild: PD/Francesca Pfeffer)

Christy Doran kommt auf eine Session mit dem französischen Gitarristen Noël Akchoté nach Willisau. (Bild: PD/Francesca Pfeffer)