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WILLISAU: Peter Schärli eröffnet das 42. Jazz Festival Willisau

Mit dem Peter Schärli Trio und Glenn Ferris ist am Mittwoch das Jazz Festival Willisau eröffnet worden. Im zweiten Teil des Abends spielte das Roscoe Mitchell Trio. Bis am Sonntag sind rund hundert Musiker der zeitgenössischen Szene zu hören. Ein Schwerpunkt bildet John Zorn, dem der ganze Samstag gewidmet ist.
Peter Schärli.eröffnete das diesjährige Jazz Festival in Willisau. (Bild: PD / Francesca Pfeffer)

Peter Schärli.eröffnete das diesjährige Jazz Festival in Willisau. (Bild: PD / Francesca Pfeffer)

Der 61-jährige Peter Schärli hat einen besonderen Bezug zu Willisau. Aufgewachsen im benachbarten Schötz, besuchte er Anfang der siebziger Jahre die ersten Jazz-Konzerte in Willisau. Er war fasziniert. Er habe gemerkt, was für ein anderes Lebensgefühl in diesen Musikern steckte, sagte er in einem Interview mit dem «Willisauer Boten». Anders als das, was man im Luzerner Hinterland sonst erlebt habe.

Die energiegeladene, revolutionäre Musik hat den jungen Trompeter geprägt. Nach seinen Sturm-und-Drang-Jahren hat er sich aber emanzipiert. Seine Musik ist ruhiger, subtiler geworden. Reduktion statt Powerplay. «Ich bin kein Schwarzer und auch kein Südamerikaner, sondern Schärli aus dem Hinterland.» Mit seinem Trio (Thomas Dürst am Bass, Hans-Peter Pfammatter am Piano), ergänzt mit dem amerikanischen Posaunisten Glenn Ferris, sorgte Schärli für einen unaufgeregten Auftakt zum diesjährigen Willisauer Festival.

Auch der 76-jährige Roscoe Mitchell, der mit seinem Trio den zweiten Teil des Abends bestritt, ist kein Unbekannter in Willisau. Vor 50 Jahren war er mit dem Art Ensemble of Chicago das erste Mal am Festival. In Kontrast zum melodiösen, swingenden Schärli-Trio pflegt der Saxofonist immer noch ein wildes, energiegeladenes, freies Spiel. Mit dabei zwei jüngere Musiker der Szene von Chicago: der Bassist Junius Paul und der Drummer Mike Reed.

Ein ganzer Tag lang Zorn

Im Hauptprogramm des diesjährigen Programmes dominieren die Amerikaner. Das hängt mit John Zorn zusammen. Dem 62-jährigen Komponisten und Saxofonisten ist - ein Novum in Wilisau - ein ganzer Tag gewidmet. Sechs verschiedene Gruppen nehmen sich seiner Kompositionen an und decken das Spektrum, das von der Fortführung der jüdischen Klezmer-Tradition bis zu radikalem Noise und Free Music reicht. Mit dabei sind Musiker wie Dave Douglas, Joey Baron, Mohn Medeski und Marc Ribot.

Eine Entdeckung verspricht das Festival mit der französischen Pianistin Eve Risser und dem Trio «En corps». Die junge Szene ist zudem mit dem Trio Heinz Herbert und dem Bottom Orchestra von Kaspar von Grünigen, einer deutsch/schweizerischen Grossformation, vertreten. Willisau-Stammgast David Murray bringt sein Infinity Quartet sowie den Slam-Poeten Saul Williams mit. Den Abschluss des Festivals machen am Sonntag das Duo Mat Manieri und Randy Peterson sowie das Joachim Kühn Trio.

Neben dem Hauptprogramm bietet Willisau drei weitere Konzertreihen: Intimities, Late Spot sowie die Konzerte im Zelt.

sda

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