ZENTRALSCHWEIZ: Kulturprojekt verspricht sagenhaftes Kulturjahr

«sagenhaft» heisst das Kulturprojekt 2013 der Albert Koechlin Stiftung (AKS), das vom 15. April bis am 15. Juni dauert. Die Veranstaltungsreihe besteht aus 27 Produktionen, die ein Thema aufgreifen, welches die Kultur und das Leben in der Innerschweiz beeinflusst.

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Das Musical «Luzerner Mordnacht» bringt die bekannte Sage im Luzerner Stadthauspark auf die Bühne. Die Hauptdarsteller Jonathan Kionke (links) und Loris Sikora (rechts) bestaunen zusammen mit Autor Klemens Brysch ein Modell der Musical-Bühne. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Musical «Luzerner Mordnacht» bringt die bekannte Sage im Luzerner Stadthauspark auf die Bühne. Die Hauptdarsteller Jonathan Kionke (links) und Loris Sikora (rechts) bestaunen zusammen mit Autor Klemens Brysch ein Modell der Musical-Bühne. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Innerschweiz ist reich an Legenden und Sagen. Sagen selbst hätten seit je die Kreativität von Kulturschaffenden beflügelt, schreibt Projektleiter Philipp Christen im Vorwort des Programmhefts zum Kulturprojekt "sagenhaft". Sagen liessen sich erzählen mit Texten und Theatern, Tanz, Performances und Klangschöpfungen. Auch mit Konzerten, Installationen und Filmen.

Nach dem "Barocken Mai" (2001), den "Goldenen 20ern" (2004) und "transit09" (2009) lädt die Albert Koechlin Stiftung von Mitte April bis Mitte Juni deshalb zu einem weiteren so genannten "Kulturjahr" ein. Diesmal zum Thema "sagenhaft".

Kulturelle Vielfalt

Die 27 Produktionen stammen aus den Sparten Theater und Literatur, Musik und visuelle Darstellungen. Sie sollen die kulturelle Vielfalt rund um den Vierwaldstättersee zeigen.

So bringt das Musical "Luzerner Mordnacht" die bekannte Sage im Luzerner Stadthauspark auf die Bühne. Unter freiem Himmel taucht das Publikum in eine dramatische Episode der Luzerner Stadtgeschichte ein. Das Stück wird vom 24. Mai bis am 8. Juni zwölf Mal aufgeführt.

"Zum Teufel mit der Brücke" heisst das Chorprojekt, welches am 24. April in Altdorf uraufgeführt und später im Luzerner KKL gezeigt wird. Der Luzerner Komponist Stephan Hodel lässt den Teufel bei der Schöllenenschlucht toben. Der Text von Luc Bachmann lässt hie und da zeitübergreifende Assoziationen und Gedanken durchschimmern.

Wie Legenden entstehen, stellt das Theater Giswil dar. Mit dem Stück "Häxä machä" nimmt es sich einer Hexenverfolgung an, die nach einem verheerenden Hochwasser im 17. Jahrhundert stattfand.

Unter den Produktionen findet sich auch eine Theaterexpedition des Luzerner Theaters durch fünf Kantone. Das Projekt "Odysee Innerschweiz" entsteht in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Innerschweiz und integriert neben den Ensemblemitgliedern des Luzerner Theaters Menschen aus allen Altersschichten.

Im Historischen Museum widmen sich zwei Sonderausstellung dem Thema sagenhaft. Dabei wird das ganze Museum zum unsicheren Ort der Sagen. Und sagenhafte Theaterstücke für Kinder, Jugendlichen und Familien gibts Ende Mai vor dem Richard Wagner Museum in Luzern.

Ausnahmsweise Sponsoring

Normalerweise verwirklicht die AKS ihre Projekte vorwiegend in eigener Trägerschaft oder finanziert Projekte Dritter ganz. An Sponsoring beteiligt sich die AKS grundsätzlich nicht.

Da kulturelles Schaffen eigenen Gesetzten unterliege und zu grossem Teil auf Sponsoring angewiesen sei, werde mit dem Projekt sagenhaft auch ein für die AKS sagenhafter Rahmen geschaffen, schreibt Peter Kasper, Präsident der AKS-Stiftung. Dabei lockert die Stiftung ihre üblichen Prinzipien ausnahmsweise: Sie leistet Unterstützungsbeiträge im Sinne von eigentlichem Sponsoring. (sda)