Luzerner Theater/UG
Im preisgekrönten Stück der jungen Schottin Stef Smith trotzen drei Frauen der Rauheit der Welt

Das preisgekrönte Stück «Swallow» von Stef Smith, eine der spannendsten jungen Stimmen des zeitgenössischen europäischen Theaterschaffens, wird in der Aussenspielstätte UG inszeniert – als Schweizer Erstaufführung.

Stefan Welzel
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Wiebke Kayser spielt eine der Haupt­figuren in «Swallow» von Stef Smith.

Wiebke Kayser spielt eine der Haupt­figuren in «Swallow» von Stef Smith.

Bild: Ingo Höhn/LT

Die Autorin Stef Smith gehört zu den spannendsten jungen Stimmen des zeitgenössischen europäischen Theaterschaffens. Die Schottin hat für Stücke wie «Roadkill» oder «Girl in the Machine» bereits mehrere renommierte Preise wie den britischen Laurence Olivier Award oder den Fringe First Award gewonnen. Auch das nun von Regisseur Alexander Stutz in Luzern in Szene gesetzte «Swallow» wurde preisgekrönt.

In dieser Schweizer Erstaufführung auf der Nebenbühne UG des Luzerner Theaters verkörpert das Schauspielerinnen-Dreigespann Wiebke Kayser, Anna Elisabeth Kummrow und Carina Thurner junge Frauen in der Lebens- und Sinnkrise.

Während Anna sich in ihrem Zuhause vor der Welt versteckt, hat sich Rebecca erst kürzlich von ihrem Partner getrennt und lebt Sam als Mann im Körper einer Frau.

Smith vereint in ihrer Geschichte individuelle Schicksale mit brandaktuellen gesellschaftspolitischen Diskursen, die in diesem Fall um Themen wie Genderidentität, Optimierungswahn und Selbstzweifel kreisen.

Karge Bilder und eine schonungslose Sprache

Stutz setzt für seine Umsetzung des Stoffes auf stark reduzierte und karge Bilder sowie auf eine schonungslose Sprache. Damit verdeutlicht er die Kälte und Rauheit einer auf Funktionalität getrimmten Welt, in der sich die Protagonistinnen durch ihre Begegnung Halt zu geben vermögen.

Premiere: Freitag, 23. September, 20.00, UG (Winkelriedstrasse 12), Luzern.