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Geradliniger Rock: Die Zentralschweizer Band Lightnode bringt ihr erstes Album heraus

Mit «The Bright Side Of The Edge» veröffentlicht die fünfköpfige Band Lightnode ein kerniges und dichtes Erstlingswerk.

Stefan Welzel
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Lightnode sind Roger Imboden (vorne) sowie stehend (v. l. n. r.) Roland Christen (Bass), Marco Zimmermann (Drums), Cyrill Zumsteg (Keys), Florian Limacher (Guitars).

Lightnode sind Roger Imboden (vorne) sowie stehend (v. l. n. r.) Roland Christen (Bass), Marco Zimmermann (Drums), Cyrill Zumsteg (Keys), Florian Limacher (Guitars).

Bild: PD

Gänzlich frische Töne aus schon etwas gesetzteren Musikerhänden sind ab heute Freitag von der neu formierten Zentralschweizer Band Lightnode zu hören. Die fünf Herren aus Nidwalden und Luzern um Sänger und Gitarrist Roger Imboden haben ihre musikalischen Wurzeln teilweise in der Band Vain, die dem einen oder anderen hiesigen Indierock-Fan aus den Nullerjahren vielleicht noch ein Begriff sein mag.

Seit 2016 musiziert Imboden mit Roli Christen (Bass) und Marco Zimmermann (Schlagzeug) im ‒ Achtung Rock-'n'-Roll-Klischee ‒ eigens umgebauten Garagen-Proberaum. 2020 gesellte sich Cyrill Zumsteg (Keyboards) dazu und 2021 nahmen die Ambitionen dergestalt zu, dass man zusammen mit dem Luzerner Gitarristen Nico Stettler als Lightnode das erste Album aufgenommen hat (live wird dessen Part von Florian Limacher gespielt). Es heisst «The Bright Side Of The Edge» und vereint unterschiedlichste Spielarten des Rock in sich. Die neun Songs erscheinen auf den gängigen Streaming-Plattformen. Für Nostalgiker ist die Platte auch auf Vinyl zu haben.

Von Indie bis sogar etwas Stoner

Die Band kündigt in ihrem Pressetext emotionalen, unmittelbaren und kraftvollen Sound an. Transportiert wird dieser auf unterschiedlichste Rock-Spielarten. Exemplarisch kann man dabei vielleicht das Stück «Made of Gold» herauspicken. Was als Indie-Song mit Singer-Songwriter-Anleihen beginnt, wird bald mit sphärischen 70er- als auch druckvollen Stoner-Elementen ergänzt. Ein wenig erinnert das in seinem Setting an das eklektische Schaffen von Pearl Jam. Auch bei der Kultband aus Seattle wusste man nie so genau, an was man Subgenre-technisch nun genau ist. Doch hat fast jede und jeder, die oder der generell Rockmusik mag, etwas Passendes für sich entdecken können.

Ähnlich könnte es dem Zielpublikum von Lightnode ergehen. Auf dieses wartet ein solider Erstling mit mal etwas leiseren, meist jedoch kernigen Tönen – aber immer konsequenter und kantiger Rock.

Lightnode: The Bright Side Of The Edge. Plattentaufe am 10. September im Chäslager Stans.