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ZÜRICH: Starke Schweizer Präsenz am ZFF wurde nicht belohnt

Das diesjährige Zurich Film Festival schrieb Rekordzahlen. Bei den Preisen setzten sich eine berührende Biografie und ein dramatisches Schicksal durch.
Juho Kuosmanen freut sich in Zürich über den erhaltenen Award. (Bild: Manuel Lopez/Keystone)

Juho Kuosmanen freut sich in Zürich über den erhaltenen Award. (Bild: Manuel Lopez/Keystone)

Die Wachstumstendenz des Zurich Film Festival (ZFF) bricht nicht ab: Zum Abschluss seiner 12. Ausgabe wurden 90 500 Eintritte und somit ein Besucheranstieg von rund 6,5 Prozent verbucht. «Dies zeigt uns, dass wir mit unserer Festivalstrategie auf dem richtigen Weg sind», verkündeten die beiden Co-Direktoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri gestern.

Nicht nur die Besucherzahlen, auch die Anzahl der gezeigten Filme (172, 161 im Vorjahr), der Leinwände, der Gäste und des Budgets (7,2 Millionen, 7,1 Millionen Franken im Vorjahr) ist weiter angestiegen.

Hauptpreise nach Finnland und nach Südkorea

Sieben Schweizer Filme – sechs davon Weltpremieren – haben es in den Wettbewerb geschafft. «Miséricorde» von Fulvio Bernasconi verlor das Rennen um das Goldene Auge für den besten internationalen Spielfilm allerdings an das biografische Werk «The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki» aus Finnland.

Es erzählt die Geschichte eines schüchternen Bäckers, der in den 1960er-Jahren einer der grössten Boxer des Landes war. Regisseur Juho Kuosmanen freute sich, dass er in Zürich «endlich richtig verstanden worden sei».

Für den besten Dokumentarfilm – hier war die Schweiz mit Patrik Soergels «The Other Half Of The Sky» vertreten – wurde die französisch-südkoreanische Co-Produktion «Madame B, histoire d’une Nord-Coréenne» von Regisseur Jero Yun ausgezeichnet. Dieser porträtiert eine Nordkoreanerin, die auf der Suche nach einem besseren Leben nach China flieht und dort von ihren Schmugglern an einen chinesischen Bauern verkauft wird.

«Europe, She Loves» bester Schweizer Film

Auch in der Kategorie «Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich» blieben die Schweizer Beiträge «Einfach leben» (Hans Haldimann), «Europe, She Loves» (Jan Gassmann), «L’âme de tigre» (François Yang), «Peripherie» (Lisa Brühlmann, Yasmin ­Joerg, Jan-Eric Mack, Luca Ribler, Wendy Pillonel) und «Skizzen von Lou» (Lisa Blatter) im Rennen um den Hauptpreis auf der Strecke. Es gewann schliesslich der in Deutschland geborene und heute in Österreich lebende Regisseur Valentin Hitz mit seinem düsteren Science-Fiction-Streifen «Stille Reserven». In diesem geht es um eine Versicherung gegen den Tod, die reiche Menschen abschliessen können.

Immerhin ging «Europe, She Loves» vom letztjährigen Filmmaker-Award-Gewinner Jan Gassmann nicht ganz leer aus. Der Dokfilm über vier Paare aus vier Städten am Rande Europas wurde mit dem Förderpreis für den besten Schweizer Film im ZFF-Programm ausgezeichnet.

Höhepunkt der Preisvergabe vom Samstagabend war die Verleihung des Tribute-Awards an den französischen Regisseur Olivier Assayas. Er machte sich mit Filmen wie «Irma Vep» (1996), «Carlos» (2010) oder «Clouds Of Sils Maria» (2014) einen Namen und zeigte sein neustes Werk «Personal Shopper» gestern als letzten Film des Festivals.

Miriam Lenz/SDA
kultur@luzernerzeitung.ch

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