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ZUG: Farbige Sujets umrahmen jetzt die Texte

Für Max Huwyler ist Gedichtemachen Wörterarbeit. Was der Sprachakrobat schon früher formulierte, zeigen zwei Neuauflagen.
Max Huwyler mit seinem Gedichtband «De Wind hed gcheert». (Bild: Stefan Kaiser)

Max Huwyler mit seinem Gedichtband «De Wind hed gcheert». (Bild: Stefan Kaiser)

Der Zufall spielt oft eine wichtige Rolle. Wie Zita Schlumpf, Verlegerin des Zytturm-Verlags, am Montagabend an der Vernissage in der Buchhandlung Schmidgasse sagte, sei ihr schon länger ein Projekt mit dem Zuger Autor Max Huwyler vorgeschwebt. Denn bis auf den Gedichtband «mitunter überleben» sei von ihm alles vergriffen.

Aquarelle entdeckt

Der Anstoss für die jetzt im Zytturm-Verlag Zug erschienenen Neuauflagen von Huwylers «Föönfaischter» (1987) und «De Wind hed gcheert» (1993, beide Zytglogge-Verlag) kam vor rund einem Jahr. Brigitte, die Witwe von Werner Hofmann, habe damals dem Buchgestalter Heiri Scherer aus dem Nachlass eine dicke Mappe mit Zeichnungen von der Erstausgabe «De Wind hed gcheert» gezeigt und angeboten: «Du kannst dich bedienen.» Bei der Verlegerin und Heiri Scherrer sei sofort der Funke gesprungen: Sie entschieden, Huwylers Gedichte als bedeutsame Zeitdokumente zu erhalten. Dank Subventionen von Stadt, Kanton und zwei Stiftungen kann der Zytturm-Verlag die vergriffenen Werke «Föönfaischter» und «De Wind hed gcheert» neu auflegen.

Neuauflage trotz Verkauf

Über das Projekt freut sich besonders Max Huwyler: «Ich hätte nicht gedacht, dass der Zytturm-Verlag die Neuauflage realisiert, da er in diesem Jahr an der Schwaben-Verlag verkauft wird.» Doch inzwischen liegen die beiden Bände optisch neu aufgemacht vor. Die Texte werden unverändert übernommen. Neu werden die bisherigen schwarz-weissen Illustrationen beider Bände durch Farbbilder ersetzt: Bei «Föönfaischter, Mundarterzählung und Gedichte», sind alle Bilder innen neu und thematisch passend aus dem Archiv des Luzerner Künstlers Franz Bucher ausgewählt worden. Für «De Wind hed gcheert», mit thematisch geordneten Gedichten, fanden sich in Werner Hofmanns Nachlass auch überraschend viele farbige Aquarelle mit den Motiven der Erstausgabe.

An der Vernissage las der 84-jährige Autor einige der witzigen und zugleich tiefsinnigen Gedichte in Mundart vor, die breite Heiterkeit auslösten, wie: «Sitt si miteme Hund chund, gseed se vill besser uus» und auch «Wenns der wee tued cha no lang äine sääge äs heb der doch voräne lang nüüd wee too».

Vieles ist noch aktuell

Wie Huwyler sich erinnert, sei als Erstes das Würfel-Gedicht entstanden. «Das Schreiben in Hochdeutsch war für mich damals selbstverständlich.» Damals seien ihm auch immer stärker die sprachlichen Unterschiede der regionalen Mundarten bewusst geworden. Einige Jahre danach sei «Föönfaischter» erschienen, aus Anlass eines Mundart-Geschichten-Wettbewerbs. Den Text habe er vorgängig ans Schweizer Wörterbuch Idiotikon gesandt. «Er kam mit vielen Korrekturen zurück», erzählt Huwyler lächelnd.

Voller Engagement wählte er Gedichte und Texte aus beiden Bänden aus. Sie beleuchten mit heiterer Ernsthaftigkeit Alltagssituationen, richten aber auch den Blick über Grenzen. Viele haben – auch nach über 20 Jahren – nichts an Charme und Aktualität verloren.

Monika Wegmann

Hinweis

Die Neuauflagen von Max Huwylers Büchern: «Föönfaischter», Mundarterzählung und Gedichte, ISBN 978-3-9524126-2-6; und «De Wind hed gcheert», Gedichte, ISBN 978-3-9524126-1-9, Zytturm-Verlag, Zug, einzeln oder in Doppelbox.

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