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ZUG: Holz, das kaum noch als Kunst erkannt wird

Der japanische Künstler Tadashi Kawamata ist in der Stadt allgegenwärtig. Viele seiner Werke führen auch heute noch zu Diskussionen.
Die Holztreppe von Tadashi Kawamata auf dem Zuger Landsgemeindeplatz. (Bild: Stefan Kaiser)

Die Holztreppe von Tadashi Kawamata auf dem Zuger Landsgemeindeplatz. (Bild: Stefan Kaiser)

Wir, Emily Glencross und Alice Rogenmoser, gehen beim Projekt «Kinderreporter», das von «doku-zug» organisiert worden ist, im Rahmen des Ferienpasses, durch die Stadt Zug. Wir fragen die Leute, wie sie die öffentliche Kunst des Japaners Tadashi Kawamata finden.

Der japanische Künstler Tadashi Kawamata wurde im Jahr 1953 geboren. Er besuchte in den Jahren 1996 bis 1999 mehrmals die Stadt Zug. In dieser Zeit realisierte er einen Weg aus Holz durch die Stadt Zug. Das dreijährige Projekt heisst «Work in Progress in Zug». Der Weg führt vom Kunsthaus bis zum Brüggli.

Eine Partei sprach von «Gugus»

Am Anfang seines Projektes sah sich Kawamata auch mit Kritik konfrontiert. Die FDP fand das Ganze schlicht einen «Gugus». Einige Parlamentarier unterstrichen jedoch den praktischen Nutzen des Projekts.

Jetzt ist der Holzweg beim Kunsthaus frisch renoviert. Priska, die neben dem Weg in Richtung Burgbachschulhaus unterwegs ist, stört sich am Kunstwerk: «Bei Regen ist die Treppe rutschig und fürs Sitzen unangenehm.» Sie hat aber gehört, dass die Treppe von Kawamata gebaut worden ist.

Auf dem Weg zum Landsgemeindeplatz treffen wir beim Kolinplatz Berni an, der zu Kawamatas Werk meint, es sei etwas zwischen Kunst und Gebrauchsgegenstand. «Dass man die Kunst auch gebrauchen kann, finde ich interessant.»

Auf den «Wooden Circle Benches», die verwittert und abgenutzt aussehen, sitzt Peter. Er weiss nicht, worauf er sitzt, findet es aber eine bequeme Sitzgelegenheit würde dies aber nicht als Kunst betrachten. Als wir ihn auf Kawamatas Kunstprojekt aufmerksam machen, fügt Peter an, dass Kunst ein weitläufiger Begriff sei.

Nicht weit von der Arena entfernt sitzt Franco auf einer Bank und sagt zu Kawamatas Projekt: «Es ist ganz klar in Richtung Kunst anzusiedeln.»

«Was? Das ist Kunst?», staunt Marcello, als er unsere Fragen beantwortet. Er findet das alles keine Kunst, aber es sei schön und praktisch.

Emily Glencross, Alice Rogenmoser

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