Zum Jubiläum wieder Musik auf dem Dampfschiff

«Back to the roots» – unter diesem Motto steht das Luzerner Blue Balls Festival, das in diesem Jahr vom 20. bis 28. Juli sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Einerseits wird dem Blues wieder mehr Raum zugestanden, anderseits kehrt das Festival auf das Dampfschiff zurück.

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Das diesjährige Festivalplakat mit Kyla La Grange. (Bild: PD)

Das diesjährige Festivalplakat mit Kyla La Grange. (Bild: PD)

Anlässlich des Luzerner Seenachtsfestes von 1992 gabs auf dem Dampfschiff «Stadt Luzern» eine nächtliche Jam Session mit 40 Schweizer Musikern. Bei dieser Gelegenheit wurde die Idee des Blue Balls Festivals geboren. Zum Jubiläum wird das Flaggschiff der Vierwaldstättersee-Flotte sozusagen wieder in Beschlag genommen. Auf den täglichen Linienfahrten der «Stadt Luzern» zwischen Luzern und Flüelen spielt während des Festivals der Gitarrist Reto Burrell mit seiner Band.

70 Bands, 135 Events

Auch dem Blues gibt Festival-Chef Urs Leierer in diesem Jahr wieder mehr Gewicht, wie er an der Medienkonferenz vom Donnerstag ausführte. Als herausragendes Beispiel nennt er den jungen Gary Clark jr. aus Austin, Texas. Der Blues stand am Anfang des Festivals, inzwischen aber präsentiert es jeweils ein breites Spektrum an Stilen von Rock über Soul bis Hip-Hop und Weltmusik.

Insgesamt über 70 Bands treten auf den verschiedenen Bühnen rund um das Luzerner Seebecken auf und das Programm listet 135 Events auf. Auf den Hauptbühnen im KKL sind unter anderen die Söhne Mannheims (schon fast ausverkauft), Regina Spektor, Esperanza Spalding, Melody Gardot, Keb'Mo', Everlast, De La Soul sowie Antony and The Johnsons zu hören.

Zu den prominenten Schweizer Gästen zählen Stephan Eicher, Kutti MC und Seven. Neu ist, dass die Schweizer Acts nicht mehr nur im Pavillon am Nationalquai, sondern auf allen Festivalbühnen stattfinden. Bestehen bleibt die «Young-Talent»-Bühne in der KKL- Seebar mit Studenten von Schweizer Jazzschulen.

Blue Balls Face: Kyla La Grange

Blue Balls Face - ein Nachwuchstalent, das jeweils auch für das Festival-Plakat Modell steht - ist in diesem Jahr Kyla La Grange, eine in London lebende Sängerin mit südafrikanischen und simbabwischen Wurzeln. Das Bild für das Plakat wurde von den jungen Schweizer Fotografen Rico&Michael geschossen, denen auch die traditionelle Fotoausstellung im KKL gewidmet ist.

Während des Festivals wird im KKL-Auditorium erstmals in der Schweiz der Film «Beats, Rhymes & Life» gezeigt. Er dokumentiert den von der Formation A Tribe Called Quest geprägten New School Hip-Hop der amerikanischen Ostküste. Die kanadische Videokünstlerin Carrie Gates ist auf der KKL- Dachterrasse mit ihren Arbeiten präsent. Und Hannes Hug lädt täglich zu der mittlerweile beliebten Talkshow mit Künstlern und anderen Gästen.

sda

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