Zur Person: Karrierestationen von Chris von Rohr

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Chris von Rohr wurde am 24. Oktober 1951 in Solothurn geboren. Seine erste von mehreren Bands gründete er bereits 1967 (The Scouts). Er absolvierte eine Handelsschule, hielt sich eine Zeit lang im «Kreuz» in Solothurn (erste Schweizer Genossenschaftsbeiz) als Koch finanziell über Wasser und besuchte ein Semester die Jazzschule Bern.

Nach einem Abstecher zu Kaktus wurde auf seine Initiative im Juli 1975 Krokus gegründet. Das erste Konzert gab Krokus als Vorband von Nella Martinetti (!) in Gerlafingen. Auf den ersten Alben amtierte er noch als Schlagzeuger und Sänger. Erst als er Bassist, Songschreiber und Produzent war und Marc Storace das Triumvirat mit ihm und Gitarrist Fernando von Arb komplettierte, gelang mit der vierten LP «Metal Rendez-Vous» der internationale Durchbruch.

Trotz zahlloser Umbesetzungen ging der kometenhafte Aufstieg von Krokus weiter. Die 1982er-LP «One Vice At A Time» erreichte in Nordamerika Gold, das Nachfolgealbum «Headhunter» sogar Platinstatus. Auf und nach der dortigen Tournee mit Def Leppard kam es dann nach Fehltritten von Manager und Bandmitgliedern zum Eklat. Von Rohr wurde gefeuert und machte sich in der Folge als Produzent von Bands wie Gotthard, Patent Ochsner und Lovebugs, Buch- und Kolumnen-Autor sowie als Radio- und TV-Moderator einen Namen.

Seit dem Comeback-Konzert im ­Stade de Suisse 2008 lassen sich von Rohr und die übrigen reiferen Herren nicht mehr auseinanderdividieren. Die neue CD «Big Rocks» (Sony Music, ab 27. Januar im Handel) enthält Coverversionen, die erstaunlich gut neben den Originalen bestehen können. Krokus geben in der Schweiz mit Gotthard vier Doppelkonzerte: 3. 3. Bern, 4. 3. Dübendorf und 11./12. 3. Lausanne.

(rhö)