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Zwei dicke Freunde unterwegs nach Hause

Bär und Tiger suchen ihren Sehnsuchtsort – und finden auf Umwegen ein rotes Sofa und neue Bekannte. Am Figurentheater St. Gallen hatte am Wochenende «Oh wie schön ist Panama» nach der Geschichte von Janosch Premiere.
Bettina Kugler
Wer den Weg nicht weiss, braucht einen Wegweiser: Janoschs Bär und Tiger suchen im Figurentheater Panama. (Bild: Tine Edel)

Wer den Weg nicht weiss, braucht einen Wegweiser: Janoschs Bär und Tiger suchen im Figurentheater Panama. (Bild: Tine Edel)

Es muss an den Bananen liegen. «Die Geschichte kenn’ ich», ruft ein Vierjähriger, als Bär und Tiger in ihrer gemütlichen kleinen Welt hinter dem blauen Vorhang plötzlich eine Kiste finden. Gerade rechtzeitig, bevor es ihnen langweilig wird beim Löffeln ihrer Fischsuppe, mit Waldbeerengrütze zum Dessert. Das reicht noch nicht, ganz klar: Damit ein Stück im Theater daraus wird, muss irgendwas passieren.

Gut also, dass die Kiste auftaucht! «Panama» steht darauf, und sie duftet von oben bis unten nach Bananen: eben so, wie es im Bilderbuch von Janosch zu lesen ist, einem Vorleseklassiker, erschienen vor über vierzig Jahren. Bär und Tiger sind nach wie vor allgegenwärtig, im Buch, auf Stickern und Postkarten. Schön, ihnen nun im Theater zu begegnen, in einer Stückfassung von Regisseurin Frauke Jacobi, die Puppenspiel, Erzählsequenzen, Gesang und animierte Zeichnungen auf kluge Weise mischt.

Auf dem roten Sofa und in der grossen weiten Welt

Da ist zunächst Barbara Ochsner, die das Publikum ab 4 mit bäriger Ruhe und Freundlichkeit dorthin begleitet, wo die lieben Kerlchen wohnen. Die grosse Eiche am Fluss, das windschiefe Haus mit Rauch über dem Schornstein, sie werden in Dias auf Leinwand projiziert, wie man das in den 1970er-Jahren machte. Dazu Figuren auf Folie: ein einfach schöner Lichtzauber.

Marilù Celiksap und Anja Weiss-Gehrer spielen Bär und Tiger, Handpuppen aus Plüsch (Figuren: Susette Neuweiler), die man selbst gern zu Hause auf dem roten Sofa hätte, so warmherzig gehen sie durch dick und dünn, unterwegs und in der guten Stube (Ausstattung: Helen Prates de Matos). Hier und da ein paar Abweichungen von der Vorlage tun gut. Die eingängige Musik von Willi Häne duftet dabei immer fein nach Bananen.

Nächste Vorstellungen: 13./16./ 17.3., jeweils 14.30 Uhr, Figurentheater St. Gallen

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