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Hörbar Rock: Die neue Platte der Nine Inch Nails überzeugt

Das neue Album von Trent Reznor & Co. ist 31 Minuten Spannung und Furor. Zwei andere Neuerscheinungen bewegen sich zwischen Experimenten und Mittelmass.
Pirmin Bossart
Es ist die dritte Veröffentlichung in zwei Jahren von den Nine Inch Nails.

Es ist die dritte Veröffentlichung in zwei Jahren von den Nine Inch Nails.

Heterogen und zwingend

Lieber 31 Minuten Spannung und Furor, als 60 Minuten akrobatischer Hardcore mit viel Schaumstoff-Füllmaterial. So viel zum umstrittenen Befund, ob nun «Bad Witch» von Nine Inch Nails ein Album oder nur eine EP sei. Die nach zwei EPs dritte Veröffentlichung von Trent Reznor & Co. in zwei Jahren ist ein heterogenes Werk zwischen Power-Rock und Düster-Chill. Die Vehemenz des von verzerrter Lo-Fi-Gitarre und verschliertem Saxgetöse durchrüttelten Eröffnungstracks «Shit Mirror» wird mit «Ahead of Ourselves» nahtlos fortgesetzt. Man fühlt sich an Blackstar-Bowie erinnert, auch wenn bei Reznor die existenzielle Erschütterung fehlt.

Nine Inch Nails: Bad Witch, The Null Corporation

Sehr okay

Pavement gehörten zu den grössten Bands der 1990er-Jahre. Sie waren lärmig, verfrickelt, lakonisch und scherten sich einen Deut darum, nach grossem Kino zu klingen. Und gitarristisch-rockmässig waren sie frech und kühn genug, um den Indie-Rock noch ein paar Jahre interessant zu halten. Sänger und Gitarrist Stephen Malkmus hat uns seit dem Ende von Pavement mit seinen warmblütigen Songs & Hooks immer mal wieder eine kurze Freude beschert. Sein siebtes Album «Sparkle Hard» ist eine bunte Sammlung an Songs, die auf Anhieb nicht mehr so catchy ins Ohr gehen, aber das Mittelmass der Singer Songwriter immer noch überragen. Mit Kim Gordon (ex-Sonic Youth) singt er ein Country-Duett. Ganz Bube, probiert er auch das Autotuning aus, was nun wirklich nicht nötig gewesen wäre. Der Rest ist sehr okay.

Stephen Malkmus & The Jicks: Sparkle Hard, Domino Recordings

Experimentierfreudig

Während Jahren haben Sonar ihre Kreuzung aus Art-Rock, Minimal-Ästhetik und vertrackten Pattern-Grooves verfeinert. Eine Musik-Sprache, die auf «Vortex» in erneuerter Vehemenz zur Wirkung kommt. Das hat mit dem Gitarristen und ECM-Produzenten David Torn zu tun, der hier mitwirkt. Das Biest in den Patterns ist erwacht, Noise und Rock mischen mit und erschüttern, wobei experimentierfreudige Klangsphären dazu kommen.

Sonar with David Torn: Vortex, Rare Noise Records

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