10'000 Schweizer arbeiten wegen Corona-Virus zu Hause: 7 Tipps fürs Home-Office

Aufgrund des Coronavirus arbeiten mehr Menschen im Home-Office – viele zum ersten Mal. Mit einigen Grundregeln klappt es besser. 

Katja Fischer De Santi
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Daheim arbeiten kann ein Segen sein, aber auch zum Fluch werden.

Daheim arbeiten kann ein Segen sein, aber auch zum Fluch werden.

Symbolbild: Fotolia

Der Rat kommt von ganz oben: «Arbeiten Sie wenn möglich im Home-Office und pendeln Sie nicht zu den Stosszeiten», sagte Bundesrat Alain Berset erst vor wenigen Tagen an einer Medienkonferenz. Und tatsächlich: Immer mehr Schweizer Unternehmen, darunter die grossen Banken und Versicherer, verordnen ihren Mitarbeitern Quarantäne im Home-Office. Die Business-­Distrikte in Hongkong und Singapur sind bereits verwaist, ebenso in Mailand. Auch in der Schweiz löst «Covid-19» das weltweit grösste Experiment in Sachen Heimarbeit aus. Viele sitzen zum ersten Mal zu Hause im Büro und merken, dass das Ganze einfacher klingt als es ist. Mit diesen sieben Grundregeln wird das Experiment zum Erfolg.

Was der Chef tun muss

Die Arbeit im Home-Office wirkt im ersten Moment locker und informell, doch gerade für Chefinnen und Chefs gilt es einiges zu beachten, sitzt das eigene Team nicht mehr den ganzen Tag zusammen. Darum: Alle Mitarbeitenden brauchen am Morgen klare Anweisungen, was Sie heute tun sollen. Das kann mit einem «Mail an alle» geschehen, oder einer kurzen Telefonkonferenz. Bei beidem sollte auch kommuniziert werden, wann der nächste Austausch geplant ist und in welcher Form. Klar und kurz kommunizieren, das gilt für alle, nicht nur für die Chefs. Sonst kommt man zu Hause vor lauter Mails und Telefonaten nicht mehr zum arbeiten. 

Nicht alles mailen, besser telefonieren

Öfter das Telefon in die Hand nehmen, statt zu mailen. Erstens tut persönlicher Kontakt gut, und zweitens gibt es weniger Missverständnisse.

Seien Sie erreichbar

Seien Sie zuverlässig. Stellen Sie sicher, dass Sie zu den vereinbarten Zeiten erreichbar sind und zeitnah auf Anfragen reagieren können.

Duschen und raus aus dem Pyjama

Im Schlabberlook, Kühlschrank in Reichweite und Lieblings-TV-Serie im Hintergrund wird es nichts mit Konzentration und Effizienz im Home-Office. Darum ist die erste und wichtigste Regel des Tages: Raus aus dem Pyjama, unter die Dusche, Kaffee trinken, etwas frühstücken und erst dann den Computer einstellen und loslegen.

To-do-Liste konsequent abarbeiten

Mails beantworten, Pflanzen giessen, das Protokoll lesen, Wäsche waschen. Zu Hause braucht es viel Disziplin, um sich nicht ablenken zu lassen. Eine kurze To-do-Liste hilft, den Fokus zu behalten. Erst wenn ein Punkt geschafft ist, gibt es den nächsten Kaffee oder werden die Pflanzen gegossen.

Ruhigen, bequemen Arbeitsplatz suchen

Klar, man könnte den Laptop auch auf dem Balkon aufklappen oder in der Badi. Doch grelles Sonnenlicht und vor allem Lärm sind der Konzentration nicht zuträglich. Darum einen ruhigen Arbeitsplatz suchen – und einen bequemen (nicht im Bett!). Bestenfalls einen ergonomischen Schreibtisch und Stuhl. Wenn es nicht anders geht, taugt auch der Esstisch. Hauptsache aufgeräumt, und das WLAN funktioniert.

 Pausen nicht vergessen

Arbeit und Freizeit klar zu trennen, kann im Home-Office schwierig werden. Darum eine ungefähre Start- und Endzeit festlegen. Und den Kolleginnen und Kollegen im Büro auch mitteilen, wann man erreichbar ist und ab wann nicht mehr. Und ebenfalls wichtig: Pausen und Essen nicht vergessen. Wer alleine zu Hause sitzt, braucht selbst dafür mehr Disziplin. Etwas Kleines zu kochen, statt nur ein Joghurt vor dem Laptop zu essen, wirkt Wunder. Ebenso empfehlenswert: Bei einem Spaziergang oder einem Power-Nap Energie zu tanken.