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Was Männer über die Vasektomie wissen müssen

Wenn Mann sich zur Vasektomie entschliesst, tauchen Fragen auf. Hier die Antworten auf die acht wichtigsten Fragen.
Sabine Kuster
Mannekenpis

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Tut eine Vasektomie weh? Und wenn ja, wie lange?

Kaum. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. «Die meisten sagen, es sei nicht so schlimm wie beim Zahnarzt», sagt der Luzerner Urologe Sebastian Z’Brun. Zwei, drei Wochen lang, kann es danach im Hodensack etwas ziehen.

Wie lange dauert eine Vasektomie?

Rund 20 Minuten. Dabei wird ein kleines Stück des Samenleiters herausgeschnitten. Am nächsten Tag kann der Mann wieder arbeiten. Zwei Tage lang sollte kein Sport getrieben werden, wozu auch Sex zählt.

Hat der Eingriff Einfluss auf die Potenz?

Nein. «Der Mann ist danach der selbe Mann wie vorher», sagt Z’Brun. Die meisten Paare entschieden sich für diese Art der Verhütung, weil keine Chemie im Spiel ist und die Methode als am sichersten gilt.

Ist die Methode hundertprozentig wasserdicht?

Wirklich nahezu. Allerdings erst nach drei Monaten. Dies, weil die Spermien aus den Hoden in die Prostata gelangen und dort in den Samenbläschen zwischengelagert werden für den Sofortgebrauch. Länger als drei Monate überleben die Spermien in der Regel nicht. Deshalb wird nach dieser Zeit erst überprüft, ob die Vasektomie erfolgreich war.

Wie spielt sich eine Erektion ab, wenn der Samenleiter durchtrennt ist?

Die Männer haben weiter einen Erguss, bloss enthält das Ejakulat keine Spermien mehr. Das hauptsächliche Sekret wird nach wie vor in der Prostata gebildet.

Was passiert mit den Spermien in den Hoden?

Das selbe, was passiert, wenn der Mann länger keinen Samenerguss hat: Die Spermien sterben nach drei Monaten ab und werden vom Körper abgebaut. Neue Spermien werden auch nach der Vasektomie laufend produziert, gelangen aber nicht mehr ins Ejakulat.

Ab welchem Alter machen Urologen den Eingriff? ?

«Bei einem 18-Jährigen mache ich keine Vasektomie», sagt Sebastian Z’Brun. Generell schaue er, wie reif der Mann wirke, aber bis 30 Jahre sei er zurückhaltend, wenn der Mann noch kinderlos sei.

Ist der Eingriff reversibel?

Ja, aber die Erfolgsquote beträgt nur rund 80 Prozent. Es gelingt nicht immer, die Samenleiter bei diesem filigranen mikrochirurgische Eingriff wieder ganz durchgängig zu machen. (sk)

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