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Lust auf eine Partie «Azul»? Die besten neuen Gesellschaftsspiele

Portugiesische Paläste verzieren, in Pyramiden eindringen, als Robin Hood durch die Wälder streifen oder vielleicht doch lieber Bier brauen – wir stellen neue Varianten vor für Würfler, Taktiker und andere Spielernaturen.
Hendrik Breuer
Spielend durch den Sommer. Es muss ja nicht immer Monopoly sein. (Bild: Hendrik Breuer)

Spielend durch den Sommer. Es muss ja nicht immer Monopoly sein. (Bild: Hendrik Breuer)

Morgen Montag wird in Berlin das «Spiel des Jahres 2018» gekürt. Eine Jury unter dem Vorsitz des Zürcher Kritikers Tom Felber hat Hunderte Spieleneuheiten des vergangenen Jahres gesichtet und drei sehr unterschiedliche Spiele für den Preis nominiert: das eingängige Legespiel «Azul», das verblüffende Kartenspiel «The Mind» und das schnelle Wettrennen «Luxor». Eines der drei Spiele wird den weltweit bekanntesten Spielepreis gewinnen und dann auf Zigtausenden Wohnzimmertischen landen. Aber: Wie sind die Spiele eigentlich?

Azul – Der Favorit

«Azul» ist eines der schönsten Spiele der letzten Zeit. Spielerisch ist es leicht zu erlernen und abstrakt: Man versucht, hochwertige Kunstharzfliesen bzw. Azulejos nach eingängigen Regeln einzusammeln und mit ihnen einen portugiesischen Palast zu verzieren. Das Spiel geht schnell von der Hand und wird mit jeder Partie taktischer. Ständig werden einem neue Kniffe und kleine Tricks bewusst. In dem Sinne erinnert «Azul» an die Bestseller «Carcassonne» und «Zug um Zug»: leicht zu erlernen mit blitzschnellen Zügen, aber grosser taktischer Tiefe.

Michael Kiesling, Plan B Games/Pegasus, 2–4 Spieler ab 8 Jahren

The Mind – Das Experiment

Bei «The Mind» geht es augenscheinlich nur darum, dass alle Spielenden gemeinsam Zahlenkarten in aufsteigender Reihenfolge auf einen Stapel legen. Allerdings ohne miteinander zu kommunizieren. Was unmachbar und esoterisch klingt, entpuppt sich als durchaus schaffbar, zumindest bis zu einer bestimmten Anzahl an Karten. Das Spiel präsentiert auch eine Erklärung, warum das alles funktionieren kann. Klingt zwar nach «Mindfreak», scheint aber zu stimmen. Für kleines Geld kann man das ruhig selbst einmal ausprobieren.

Wolfgang Warsch, NSV, 2–4 Spieler ab 8 Jahren

Luxor – Der Aussenseiter

Vielleicht gewinnt ja nach dem legendären «Hase und Igel» mal wieder ein Rennspiel den Preis? Der Klassiker mit den Karotten wurde übrigens 1979 als allererstes Spiel mit dem Titel ausgezeichnet. «Luxor» ist ein guter Kandidat mit Aussenseiterchancen. Als Abenteurer machen sich die Spielenden auf, in eine Pyramide einzudringen und Mumien zu finden. Nebenbei sammeln sie allerhand Wertvolles. Toll an dem Spiel ist ein neuartiger Zugmechanismus, bei dem man nur die auf der Hand ganz rechts oder ganz links gehaltene Karte einsetzen kann. Das macht das Spiel taktisch, allerdings auf einem Niveau, das noch immer die ganze Familie mitspielen lässt.

Rüdiger Dorn, Queen Games, 2–4 Spieler ab 8 Jahren

Was für Kenner: Drei weitere Nominierte

Neben dem Hauptpreis wird seit 2011 auch ein «Kennerspiel des Jahres» gekürt. Damit werden jeweils Spiele mit gehobenem Anspruch ausgezeichnet. Ein solches ist «Ganz schön clever» auf jeden Fall, ist es doch tatsächlich eine sehr clevere Weiterentwicklung von «Yahtzee», bei der man auf einem Block auf verschachtelte Weise Kästchen ankreuzt und auch den Wurf des Mitspielenden nutzen kann (ab 8).

Im Spiel mit dem sperrigen Namen «Die Quacksalber von Quedlinburg» brauen alle in ihren Beuteln Zaubertränke und hoffen, die richtigen Zutaten herauszuziehen (ab 10). Gebraut, allerdings Bier, wird auch in «Heaven & Ale», dem komplexesten der hier vorgestellten Spiele. Es ist auch das einzige in der illustren Reihe, das nicht sonderlich konzentriert Spielende überfordern könnte. Echte Kenner kommen aber voll auf ihre Kosten (ab 12).

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