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Kolumne

Apropos: Kopfnüsse in Italien

Katja Fischer de Santi
St. Gallen - Katja Fischer - De Santi Redakorin St. Galler Tablatt

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Ein italienischer Campingplatz in der Toskana ist jetzt nicht gerade der Ort, wo man hinfährt, um fremde Kulturen und Bräuche zu erleben. Und doch gibt es da Feinheiten zu entdecken. Etwa die Kinderdisco, die erst um zehn Uhr abends beginnt. Zweijährige, die um Mitternacht auf dem Spielplatz fröhlich schaukeln, oder Kellner, die stets die Kleinsten als Erstes bedienen. Die Bambini, sie sind in Bella Italia kleine Könige. Sie werden von ihren Grossmüttern aber auch bedenklos eingequalmt und dafür mit viel Gelati belohnt. Nach der Kinderdisco lassen sich auch Fünfjährige gerne im Kinderwagen nach Hause chauffieren, und wenn es Papa zu laut wird, dann setzt es auch mal Kopfnüsse für die ganze Bande. Der grösste Kulturunterschied fiel uns aber in der ersten Nacht zurück auf einem Schweizer Campingplatz auf. Es war eine herrliche, warme Nacht und noch nicht mal zehn Uhr. Doch wir sassen praktisch alleine und in absoluter Stille draussen. Wir flüsterten uns zu und wünschte uns die lärmige Kinderdisco und die rauchenden Grossmütter zurück, wie sie ihre störrischen Enkel nach Hause zerren.

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