Kolumne

Apropos: Wer ist der grösste Killer im Tierreich?

Christoph Bopp
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Christoph Bopp.

Christoph Bopp.

Bild: Sandra Ardizzone

Die Zeiten der Epidemie verleiten mitunter zu leicht geschmacklosen Ideen. Zum Beispiel, ein Listicle zu machen der gefährlichsten Tiere.

Dabei fallen uns in erster Linie die Giftviecher ein: Schlangen (die Mamba, sei sie schwarz oder grün) oder der Skorpion oder die gift­strotzenden Tausendfüssler. Der Experte jedoch sagt: Fehlanzeige.

Dann – bitteschön, der Säbelzahn­tiger ist leider ausgestorben – welcher Carnivore darf es sein? Löwen sind leider meistens faul, Tiger sehr selten und den Wolf fürchten wir nur im Rudel (also er im Rudel und wir allein). Eher nicht so gefährlich.

Der Experte nickt. Da liegst du falsch, mein Freund. Im Versteckis-Jargon: Kalt. Versuche, dich in den Killer hineinzuversetzen, geistig. Hinterrücks, ohne dass man es merkt – richtig: nicht der Floh, die Mücke. Und auch nur die Weibchen. Zum Beispiel Malaria. Die Männchen stechen nicht.