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AUFBRUCHSTIMMUNG: Spielwiese Auto

Das Auto hat seit dem Benz-Patent Motorwagen Nummer eins nichts von seiner Grundfunktion eingebüsst. Und doch erfindet es sich ständig neu.
Jil Lüscher, Genf
Vergangenheit und Zukunft unter einem guten Stern: Mercedes-Benz hat das automobile Zeitalter 1886 eingeläutet und ist bei der Gestaltung der Zukunft vorne dabei. Hier zu sehen das in Genf präsentierte AMG GT Concept-Modell.

Vergangenheit und Zukunft unter einem guten Stern: Mercedes-Benz hat das automobile Zeitalter 1886 eingeläutet und ist bei der Gestaltung der Zukunft vorne dabei. Hier zu sehen das in Genf präsentierte AMG GT Concept-Modell.

Jil Lüscher, Genf

jil.luescher@lzmedien.ch

Der Auto-Salon Genf (9.–19. März) ist ein Fanal für Konsumenten und Händler zugleich. Ein Ausrufezeichen der Hersteller und ein Weckruf für Käufer von Autos, auch wenn Genf keine Verkaufsmesse, sondern eine reine Publikumsmesse ist. Eine mit ungebremster Gravitationskraft. Warum? Weil dort nicht nur Autos gezeigt werden, die gekauft werden können, sondern auch solche, die es vielleicht nie über die Konzeptphase hin­aus in die Massenproduktion schaffen.

Es sind Autos, bei denen in der Entwicklungsphase Vision und Wunsch Pate gestanden sind. Traumautos, die nur entstehen können, wenn die Konzernleitung der entsprechenden Marke ihren Forschungs- und Designstudios freien Auslauf gewährt. Dann schaffen die «Alchemisten», die dort an Innovationen tüfteln und Vorsprung durch Technik anpeilen, das Auto der Zukunft, selbstfahrend und vielleicht sogar dereinst mit Flugfähigkeiten.

Fiktion und Realität

Für den Automobilisten des Alltags gilt die Realität, und die bedeutet nach wie vor Eigenverantwortung hinter dem Steuer und im Portemonnaie. Die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen andere Fragen als die nach dem Auto der Zukunft. Solche nach dem Budget etwa – Occasion oder Neuwagen? Hier lohnt es sich, die Rechnung zu machen und genau hinzuschauen, was hinter den attraktiven Angeboten der Händler im Detail steckt. Beispielsweise: Welche Leistungen umfassen langjährige Garantien? Wo finde ich meinen Händler des Vertrauens? Hat die Marke einen guten Wiederverkaufswert? Ratsam ist: Die Volksweisheit «billig gekauft, ist teuer gekauft», sollte in der Evaluationsphase eines Autokaufs nicht gänzlich ausser Acht gelassen werden.

Grundsätzlich ist man im Fachhandel in guten Händen. Individualverkehrs­teilnehmer dürfen sich glücklich schätzen, im Autoland Schweiz zu leben. Hier profitiert man zwar nicht von den günstigsten Preisen, dafür aber von einer hohen Fachkompetenz in der Betreuung und Beratung rund ums Auto. Das Personal in den Markenbetrieben ist auf einem hohen Ausbildungsstand, und der Servicegedanke hat an Bedeutung zugelegt. Er wird immer mehr zu einem entscheidenden Businessfaktor: «Höchstmögliche Kundenzufriedenheit ist unser Ziel», lässt sich zum Beispiel Morten Hannesbo, Direktor der Amag-Gruppe, zitieren. Wohl wissend, dass die Konkurrenz nicht schläft und gute Autos allein noch keine Kundenbindung garantieren. Schlechte Autos, das kann man pauschal sicher so sagen, gibt es heute praktisch keine mehr auf dem Markt. Also müssen Werte mitverkauft werden, die auf der emotionalen Schiene fahren. Auch dazu bildet Genf eine blendende und hochemotionale Bühne.

Farbe zeigen

Apropos – die vielleicht emotionalste Frage: Welche Farbe, korrekter, welche Lackierung soll mein Auto haben? Gemäss «BASF European Color Report For Automotive» waren die physikalischen Nicht-Farben in der Reihenfolge Weiss Schwarz, Grau und Silber und im europäischen Raum an beliebtesten. Dahinter folgen Grün, Blau und Rot. Nach Geschlecht sortiert: Frauen tendieren eher zu Weiss, Rot, Gelb, Orange und Purpur. Männer zu Silber und Schwarz. Das Thema Ökologie wird mit Naturfarben in Zusammenhang gebracht, und bei Digitalisierung taucht als Assoziation Blau auf. Was auffällt: Je grösser die Autokategorie, desto eher die Nicht-Farben Weiss, Silber, Schwarz. Umgekehrt findet man bunte Farben vor allem bei kleinen Autos.

Farbig und bunt soll der Autofrühling werden, ob auf der Karosserie oder im Gemüt. Was heute in Genf gezeigt wird, steht morgen schon beim Händler zur Probefahrt und zum Verkauf bereit.

Hinweis
Alle Infos zum Auto-Salon und zu den dort gezeigten Autos unter www.gims.ch.

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