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AUTOINDUSTRIE: Autos durch Hackerangriffe gefährdet

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ruft in den USA 1,4 Millionen Wagen wegen Sicherheitsrisiken bei Hackerangriffen zurück. Betroffen seien verschiedene Modelle der Marken Dodge, Ram und Jeep, teilte der Konzern am Freitag mit.
Von der Rückrufaktion betroffen: Jeeps von Chrysler. (Archiv) (Bild: Keystone)

Von der Rückrufaktion betroffen: Jeeps von Chrysler. (Archiv) (Bild: Keystone)

Durch einen Tausch der Software solle verhindert werden, dass die Fahrzeuge aus der Ferne manipuliert werden können. Um den Tausch durchzuführen, müssen Autofahrer ihren Wagen in die Werkstatt bringen. Für Kunden in Europa gab Fiat Chrysler Entwarnung : Die hier verkauften Autos verfügten demnach nicht über den Baustein zur Internetverbindung. Hiesige Kunden seien daher nicht betroffen.

Sicherheitsexperten in den USA gelungen, einen Jeep zu manipulieren. Das US-Magazin "Wired" hatte vor wenigen Tagen über den Fall berichtet. Die Hacker schafften es, über eine Sicherheitslücke in dem Unterhaltungssystem des Wagens, das mit dem Internet verbunden ist, bis zur Steuerung des Wagens vorzudringen. Sie konnten die Bremsen, Geschwindigkeit, Klimaanlage und Radio des Jeep Cherokee fernsteuern.

Die beiden Hacker Charlie Miller und Chris Valasek hatten das Bordsystem des Jeeps des Journalisten Andy Greenberg gekapert, während dieser auf einer Autobahn in St. Louis unterwegs war. Das Experiment war vorher abgesprochen, niemand kam zu Schaden. Der von Miller und Valasek entwickelte Code sei "der Albtraum aller Autobauer", schreibt der "Wired"-Journalist.

Die beiden Computerspezialisten sind keine kriminellen Hacker, sondern stellen ihre Arbeit in den Dienst der Allgemeinheit. Mit dem Experiment wollen sie den Angaben zufolge auf Sicherheitslücken in der Bordelektronik von Autos hinweisen. (sda/dpa)

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