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Bei Monet geht die Sonne auf

Als Claude Monet 1872 an einem nebligen Novembermorgen den Hafen von Le Havre malte, wusste er nicht, dass das Gemälde einer neuen Kunstrichtung den Namen geben sollte.
Christina Genova

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier: www.tagblatt.ch/epaper

Um das Gemälde «Impression – Sonnenaufgang» ranken sich viele Mythen. Es wird zum ersten Mal 1874 in einer Schau gezeigt, die als erste Impressionisten-Ausstellung in die Kunstgeschichte eingehen wird. Dass sie ein Misserfolg ist, wie gerne berichtet wird, entspricht nicht den Tatsachen: Von den rund fünfzig Rezensionen sind lediglich sieben negativ. Darunter ist jene Louis Leroys, der über Claude Monets Gemälde schreibt: «Sogar eine Tapete im Urzustand ist ausgearbeiteter.»

Unbestritten ist, dass «Impression» den Anstoss gibt, die ausstellenden Künstler als Impressionisten zu bezeichnen. Der Begriff wird jedoch nicht, wie häufig behauptet wird, als Schimpfwort, sondern völlig wertfrei verwendet. Dargestellt hat Monet den Hafen von Le Havre am Morgen. Das Bild entsteht während eines Aufenthalts des Künstlers in seiner Heimatstadt, wahrscheinlich im November 1872. Von seinem Zimmerfenster im dritten oder vierten Stock des noblen Hotels L’Admirauté aus malt der Künstler eine Serie von drei Seestücken, darunter «Impression».

Im Gemälde bricht Monet mit den Gesetzen der klassischen Malerei. Statt die Farben naturgetreu abzustufen, bringt er die Pigmente direkt aus der Tube auf die Leinwand. Er verzichtet auf Komposition und eine perspektivisch korrekte Darstellung. Monet malt schnell und impulsiv: Das Gemälde wirkt wie eine hingeworfene Skizze in Öl. Schliesslich geht es den Impressionisten darum, subjektive Eindrücke in Kunst umzusetzen und einen flüchtigen Moment festzuhalten.

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