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Berliner Eisbärbaby bewegt sich erstmals im Freien

Das kleine Eisbärmädchen im Tierpark Berlin, das im Dezember zur Welt kam, zeigte sich am Freitag zum ersten Mal auf der Aussenanlage. Mit dem Baby soll behutsam umgegangen werden – anders als bei Knut.
Christoph Reichmuth, Berlin
Eisbärmutter Tonja und die noch namenlose Kleine zeigten sich gestern den Zoobesuchern. (Bild: Clemens Bilan/EPA, Berlin, 15. März 2019)

Eisbärmutter Tonja und die noch namenlose Kleine zeigten sich gestern den Zoobesuchern. (Bild: Clemens Bilan/EPA, Berlin, 15. März 2019)

Der Tierpark Berlin hat eine neue Attraktion: Das noch namenlose, drei Monate alte Eisbärbaby hat gestern zum ersten Mal zusammen mit Mutter Tonja das Aussengehege des Berliner Zoos betreten. Noch mit unsicheren Schritten trottete der weisse Knirps mit den schwarzen Knopfaugen ins Freie und nahm im Wassergraben sogar schon das erste Bad. Das Eisbärmädchen hatte allerdings Mühe, wieder aus dem Becken herauszufinden.

Ständig rutschte das pelzige Tier mit seinen Tatzen auf dem rutschigen Granitfels am Ufer des Wassergrabens aus, Mutter Tonja versuchte vergeblich, ihre Tochter mit Zähnen und Tatzen an Land zu ziehen. An einer etwas flacheren Stelle fand das kleine Tier dann nach einiger Zeit selbst wieder an Land.

Sterblichkeitsrate besonders hoch

Beim Tierpark Berlin ist man glücklich darüber, wie sich das Tier entwickelt. Die Eisbärdame Tonja hatte in den letzten zwei Jahren zweimal ihren Nachwuchs verloren. Die Sterblichkeitsrate unter Eisbärbabys ist besonders hoch, in der Natur überleben nur etwa 15 Prozent ihre ersten zwei Lebensjahre.

Ab heute dürfen Zoo-Besucher das im Dezember zur Welt gekommene Eisbärbaby besuchen. Der Zoo rechnet mit einem grossen Besucheransturm.

Das letzte Berliner Eisbär- baby Knut bescherte dem Tierpark Berlin 2007 Rekord-Besucherzahlen und um 67 Prozent steigende Aktienkurse. Der im Dezember 2006 geborene Knut ertrank vor fast genau acht Jahren, im März 2011, im Wasser- becken – er war an einer Hirnhautentzündung erkrankt. Knut wurde damals von seiner Mutter nicht angenommen und von Menschenhand aufgezogen, was die «Knutomanie» begünstigte.

Tierpark-Chef Andreas Knieriem betonte gestern vor den Medien der Tierpark wolle einen behutsameren Umgang mit dem Eisbärbaby: «Wir werden es anders machen als bei Knut.» Einen Namen soll die Kleine im April erhalten.

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