BERN: Behörden warnen vor Reisen in die Türkei

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat seine Reisehinweise zur Türkei aktualisiert. Mit Anschlägen muss im ganzen Land gerechnet werden.

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Blumen erinnern an die Anschläge vom 10. Oktober in Ankara. (Bild: Epa / Sedat Suna)

Blumen erinnern an die Anschläge vom 10. Oktober in Ankara. (Bild: Epa / Sedat Suna)

Die innenpolitischen Spannungen sowie die bewaffneten Konflikte in den Nachbarländern Syrien und Irak haben laut EDA Auswirkungen auf die Sicherheitslage in der Türkei. So weisen die türkischen Behörden auf das Risiko von Terroranschlägen hin, schreibt das EDA. Gültig sind die Reisehinweise ab (heute) Montag.

«Die vorgezogenen Parlamentswahlen vom 1. November finden in einer angespannten Atmosphäre statt. Es ist bereits in mehreren Landesteilen zu Protesten gekommen, auch in der touristischen Region in der Nähe von Antalya», heisst es weiter. Menschenansammlungen und Demonstrationen aller Art sollen gemieden werden. Reisende sollen sich laut EDA zudem an die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte halten sowie generell wachsam sein.

Regionale Risiken

Von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen in folgende Provinzen wird abgeraten: Hatay, Kilis, Gaziantep, Sanliurfa, Diyarbakir, Mardin, Batman, Bitlis, Siirt, Sirnak, Hakkari, Van, Agri und Igdir. Von Reisen jeder Art in die Grenzgebiete zu Syrien und Irak wird abgeraten. Dort komme es immer wieder zu gravierenden Zwischenfällen.

In den übrigen Gebieten des Südostens und Ostens sei grosse Vorsicht geboten, vor allem in den Grenzgebieten zum Iran. Von Wanderungen in diesen Gebieten wird abgeraten. Reisende sollen unter anderem nur tagsüber unterwegs sein und sich bei den lokalen Behörden und Sicherheitskräften über die aktuelle Lage sowie über militärische Sicherheitszonen informieren. Anweisungen der Behörden seien zu befolgen.

Im Südosten und Osten flammte der Konflikt zwischen der Regierung und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) wieder auf, bestehende Spannungen werden gemäss EDA durch die Lage in Syrien und Irak verstärkt.

Am 10. Oktober 2015 forderte ein Anschlag auf eine Demonstration in Ankara nach verschiedenen Angaben bis zu 127 Tote sowie 500 verletzte. Gleichentags passte das EDA seine Reisehinweise an.

sda