Kolumne

Betrachtung im Regen

C’est la vie - nach der Hitze wird's ganz schön kühl. Die richtige Zeit für einen Song von den Dire Straits.

Susanne Holz
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Manche Dinge bleiben sich gleich, und das ist wunderbar. Scheint sich die Welt auch immer schneller zu drehen, folgt auf die Hitze doch der Regen, und mit dem Regen halten Stille und Melancholie Einzug – hat man Glück, in der genau richtigen Dosis.

«Rain come down forgive this dirty town / Rain come down and give this dirty town / A drink of water a drink of wine...» So philosophierte Mark Knopfler 1980 im Song «Hand in Hand» auf dem Dire-Straits-Album «Making Movies». Irgendwann in den Achtzigern sah man aus einem Fenster, Regen platschte auf eine Strasse, man hörte den Dire Straits zu – die eigene kleine Welt: friedlich und ruhig.

Regnet es, dann steht die Welt still

Irgendwann in diesen Tagen: Regen tropft vom Himmel, man steht im Schutz einer Hauswand (und kann leider gerade keine Musik hören), freut sich über den Abend und schaut drei Mädchen beim unbeschwerten Spiel unterm nassen Himmel zu – die eigene kleine Welt: friedlich und ruhig.

Manchmal ist man schlicht froh, schon lange genug auf der Welt zu sein, um zu wissen: Regnet es, dann steht die Welt still. Mark Knopfler formuliert das so: «Rain come down to wash away my fears...»