Caroline Groszers feines Imperium

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Gastgeberin Sie fanden zueinander wie zwei Elemente einer chemischen Verbindung, die zusammengehören: die in Bern geborene und in Deutschland aufgewachsene HSG-Absolventin und Tochter des Opernintendanten Christoph Groszer und die alte Masseria in der Nähe der apulischen Kleinstadt Fasano. «Pure Alchimie also», sagt Caroline Groszer heute, bald zehn Jahre nach dem Start in ihre neue Rolle als Gastgeberin in einem kleinen, aber feinen Boutique- oder Aparthotel mit zehn Zimmern. Das den Namen «Masseria Alchimia» trägt – logisch. Die Karriere der an Architektur, Design und Fotografie interessierten, als Betriebswirtin ausgebildeten Ästhetin war alles andere als gradlinig – und führte sie doch dorthin, wo sie ihre vielfältigen Interessen und Fähigkeiten einsetzen kann: Als Seele eines Ortes, wo Gäste ihre Freude an Design, Kunst und schönen Gegenständen teilen. Und in kleinen Ferienwohnungen und Suiten von einem erstklassigen Hotelservice profitieren. Sich also um nichts Profanes wie Bettenmachen und Aufräumen kümmern müssen, aber sich mit Unterstützung der Gastgeberin bei den umliegenden Bauern und Lieferanten mit den besten, frischsten Produkten eindecken und die besten Insideradressen für Restaurants, Shops, Boutiquen und Strände ausprobieren können – alles auf dem anspruchsvollen Niveau einer Frau, die sich im männerdominierten italienischen Süden ganz allein erfolgreich durchgesetzt hat. Was mit dem Charme einer nordisch-blonden Schönheit allein nicht zu schaffen ist.

Und die dabei nicht stehen bleibt: Im Zentrum des Städtchens Fasano hat Caroline Groszer kürzlich drei Stockwerke eines alten Stadthauses erworben und als «Palazzina Alchimia» zu einem kleinen innenarchitektonischen Juwel umgebaut. Steile Treppen verbinden drei Stockwerke mit hohem Wohnraum, Küche und Balkon, einem Schlaftrakt und einer Dachterrasse, auf welcher man ungestört sonnen kann. Und sich nach wenigen Schritten auf dem Hauptplatz des Städtchens befindet oder im nahen «Caffe Napoli» zum Stammgast wird.

2017 hat Caroline Groszer im nahen Ostuni direkt neben der Kathedrale einen Wohnturm erworben und eingerichtet: Eine Zwei-Zimmer-Penthouse-Wohnung mit kleiner Küche, grossem Schlafzimmer und Panorama-Dachterrasse mit atemberaubendem Blick bis zum Meer. Ostuni, die «weisse Stadt» auf drei Hügeln, ist ein lebendiger Ort, in dem eine gute Balance zwischen Touristen und Einheimischen herrscht. Wer die 42 steilen Stufen der «Torretta Alchimia» nur ohne Gepäck erklimmen will, für den ist gesorgt: Ein guter einheimischer Geist transportiert alles mit seiner «Ape» durch die Fussgängerzone und bringt es auch in die Wohnung, die aus jedem Fenster das Meer sehen lässt. (gfh.)