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COLORADO: Cowboy, Hipster und die Wildnis

Der höchstgelegene Bundesstaat der USA überrascht mit Vielseitigkeit in allen Jahreszeiten. Selbst die Spielermetropole Las Vegas ist nicht weit weg.
Angelina Donati
Schönste Aussichten direkt aus dem Auto: Der Park «Garden of the Gods» beeindruckt mit seinen roten Sandsteinformationen. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Schönste Aussichten direkt aus dem Auto: Der Park «Garden of the Gods» beeindruckt mit seinen roten Sandsteinformationen. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Angelina Donati

Eine Ranch im Nirgendwo von Colorado im Wilden Westen der USA. Der starke Wind, der in der Nacht über das Gelände der «M Lazy C River Ranch» fegte, hat sich gelegt. Sonnenstrahlen dringen durch die Fensterläden in den Bungalow. Noch sitzt der Jetlag in den Knochen – um wach zu werden, muss eine heisse Schokolade her. Wenig später wartet ein waschechter Cowboy samt Hündin und Kutsche in der Vorfahrt. Jeder Gast wird mit dem Gespann vom kleinen Ranch-Dörfchen zum wenige hundert Meter entfernten Saloon befördert. Etwas schlaftrunken beigen die Gäste das Frühstück samt Kuchenstück auf den Teller.

Dann wartet auch schon der erste Programmpunkt dieses Morgens auf die Neulinge: Shooting. Wer nun an ein Fotoshooting mit Pferd, Jeans, Karohemd und Cowboyhut denkt, irrt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Schiessübung mit Gewehren, ungesichert und mit echter Munition. Plötzlich ist die Müdigkeit weg und den zwei in­struierenden Cowboys der Ranch gilt die volle Aufmerksamkeit. Schnell wird noch eine Rangliste auf ein Blatt gekritzelt und das Geballer kann beginnen. Während die einen Gäste Schüsse abgeben und der Knall durch die Gegend hallt, machen sich die anderen auf einen Ritt in den Wald. Ein Gespräch mit dem Cowgirl, das die Reitergruppe anführt, gibt Einblick in den Familienbetrieb. An ihrem einzigen freien Tag pro Woche trifft sich die junge Frau jeweils mit Freunden, die wenige Fahrminuten entfernt wohnen. Die Arbeit hier erfülle sie und sie könne sich nicht vorstellen, je etwas anderes zu tun, sagt sie. Ein richtiges Cowgirl eben.

Wie man es aus Cowboyfilmen kennt, so geht es auch abends auf der Ranch zu und her: Während die Grilladen, also reichlich Fleisch, Gemüsespiesse und Bohnen, verspeist werden, singen Cowboys und Cowgirls Countrysongs ins Mikrofon. Später schwingen Anfänger wie Könner das Tanzbein beim Line-Dance. Es wird gekichert und gelacht – schliesslich zählt einzig das Mitmachen. Wer auch danach noch nicht müde sein sollte, versammelt sich zum gemütlichen Marshmallow-Rösten beim Lagerfeuer vor den Bungalows. Nur der bissige Wind, der spät abends jeweils wieder bläst, lässt die Gäste irgendwann wieder in die warme Stube wechseln.

Denver wandelt sich zur hippen Stadt

Ein paar Fahrstunden weiter präsentieren sich unendliche Weiten: Der Rocky-Mountain-Nationalpark befindet sich nordwestlich von Boulder in Colorado und fasziniert mit der Sicht auf die Rocky Mountains. Wer gut beobachtet, entdeckt auch das eine oder andere Tier. Sehenswert ist auch der Park «Garden of the Gods» (zu Deutsch «Garten der Götter»), der 140 Meilen entfernt liegt. Er führt an Colorado Springs, der zweitgrössten Stadt in Colorado, vorbei und beeindruckt mit seinen ungewöhnlichen Gesteinsformationen. Wer gerne Konzerte besucht, sollte sich einen Auftritt eines Künstlers im Red-Rocks-Amphitheater nicht entgegen lassen. Die Bühne ist eingebettet zwischen zwei 100 Meter hohen Sandsteinfelsen und für ihre besondere Akustik bekannt.

Einen Kontrast zum Erlebnis Natur in den Nationalparks und auf der Ranch bietet Denver. Die Hauptstadt Colorados scheint bei Touristen noch ziemlich unentdeckt zu sein. Sie steht im Schatten berühmter Städte – eigentlich zu Unrecht. Eine spannende Aufholjagd hat mittlerweile aber schon begonnen. Alleine in den vergangenen paar Jahren stieg die Beliebtheit der Stadt um ein Vielfaches. Zumindest bei den Amerikanern: Jährlich entscheiden sich bis zu 80000 Neuzuzüger, in Denver heimisch zu werden. Eine rasante Zunahme, die bereits schon regelmässig Stau auf dem Highway verursacht.

Als das Hotel gilt die «Union Station». Vor fünf Jahren wurde der ehemalige Bahnhof detailverliebt restauriert. Wie ein Bahnhof präsentiert sich das altehrwürdige Gebäude noch immer, nur mit dem Unterschied, dass sich darin in individuellen Zimmern übernachten lässt und alles genauestens auf die Gäste abgestimmt ist. Der Wandel von einer unscheinbaren zur hippen Stadt ist beim Spazieren durch die Gassen spürbar. Eine persönliche Note erhalten zahlreiche Gebäudefassaden durch hiesige Künstler und ihre mit Spraydosen aufwendig und bis ins Detail gestalteten Werke. Ein Hotspot für Besucher aller Arten. An manchen Tagen können die Künstler bei ihrer Arbeit beobachtet werden, und wer sich traut, spricht sie an und kommt mit ihnen ins Gespräch.

Ohnehin punkten die Amerikaner auch in diesem Bundesstaat mit ihrer gesprächigen, lockeren und unkomplizierten Art. So wird auch gerne an den Food-Festivals und in den Bierlokalen über die soeben bestellte Mahlzeit oder die Lieblingsbiersorte geplaudert. Mit den Bieren hat es hier eine besondere Geschichte auf sich: Mit über 200 grossen und kleinen Brauereien wird Colorado als «Bierstaat» der USA bezeichnet. 30 Brauereien befinden sich alleine in der Innenstadt von Denver. Auch für Shopping-Wütige hat Denver viel zu bieten. Weniger in der Stadt selber, dafür in nächstgelegenen Shoppingzentren – ganz nach dem Motto «shop till you drop». Der Abend lässt sich entspannt in der ältesten Strasse Denvers «Larimer Square» ausklingen. Eine Reise in die Geschichte mit Restaurants, Shops und Nachtleben.

Und wer seine Augen wachsam durch die Menge gleiten lässt, entdeckt unter den Passanten oder Restaurantgästen womöglich sogar einen Schweizer Promi: Shkelzen Gashi. Es ist noch nicht lange her, gehörte der schweizerisch-albanische Fussballspieler zum Kader des FC Basel. Seit Februar 2016 steht der Mittelfeldspieler in der Major League Soccer bei den Colorado Rapids unter Vertrag. Er habe sich damit einen Traum verwirklicht, sagt er. Von Heimweh geplagt ist der in Zürich Aufgewachsene nicht. Dass er hier nicht ab der Welt sei, zeigen ihm auch immer wieder die Fans, die zum Teil extra aus der Schweiz anreisen. Sie erkennen ihn auf der Strasse, sprechen ihn an und schon ergibt sich ein Schwatz wie unter alten Freunden. Trotz den digitalen Medien sei das Wiedersehen mit der Familie und den Freunden nach Saisonende natürlich jeweils gross, sagt der 29-Jährige.

Zocken, Partys, Shows und Shoppen in Las Vegas

Wer nach dem aufstrebenden Denver und den unendlichen Weiten der Wildnis von Colorado noch nicht genug haben sollte, setzt mit der «nahe gelegenen» Spielerstadt Las Vegas einfach noch eins drauf. Schliesslich werden die USA nicht umsonst als «das Land der unbegrenzten Möglichkeiten» bezeichnet. Ob Zocken, Partys, Shows, Shoppen oder Schlemmen – die Stadt schläft nie. Eine Stadt mit Dimensionen, wie man sie sonst nicht kennt. Da genügt es nicht, sich «nur» das Hotel zu merken, auch die von der Rezeption ausgehändigte Wegbeschreibung zum eigenen Zimmer sollte der Gast immer auf sich tragen. Sonst kommt die Suche einem Irrgarten gleich, der sich durch Spielautomaten, Bars und ausgeflipptes Partyvolk schlängelt. Und das Allerwichtigste: Egal was geschieht: «What happens in Vegas stays in Vegas», was übersetzt bedeutet: «Was in Las Vegas passiert, bleibt in Vegas».

Gut zu wissen im Wilden Westen

Noch bis Ende Mai 2018 Flug mit Stopp in Las Vegas. Ab 4. Juni bietet Edelweiss einen Direktflug Zürich–Denver an. Das Angebot gilt bis 26. Oktober 2018, montags und freitags.
Reisezeit Colorado lockt zu jeder Jahreszeit. Für jeden ist etwas dabei: ob Skifahrer oder Snowboarder, ob Angler oder Golfer, ob Mountainbiker oder Wanderer, ob Kanufahrer oder Kajakpaddler.

Transportmittel Unabhängig, flexibel und einfach reist es sich in den USA allgemein mit dem Mietauto.

Essen/Trinken Im Wilden Westen kommen vor allem die Fleischtiger auf ihre Kosten. Aber auch für Vegetarier gibt es mehr als nur Beilagen. Bierfans dürften in Colorado ihre wahre Freude haben: Im Bierstaat der USA sind über 200 Brauereien zu Hause. Es gibt geführte Touren durch Denvers Mikrobrauereien. Auch am Great American Beer Festival im Oktober können sich die Besucher durch die Palette einheimischer Biere testen.

Übernachten Wer eine Nacht oder mehrere Nächte im Luxus schwelgen möchte, liegt mit dem «Broadmoor» in Colorado Springs goldrichtig. Das majestätische Ressort feiert 2018 sein 100-jäh-
riges Bestehen. Ganz in der Nähe des Hotels liegen die «Seven Falls» – eines von «Colorado’s Wunder».

Klima In der Höhe Colorados sind die Sonnenstrahlen stärker. Daher sollte man stets ausreichend Sonnenschutz auftragen und regelmässig Wasser trinken.
Die Reportage entstand im Rahmen einer Pressereise. Eingeladen hat Edelweiss Air, in Zusammenarbeit mit Visit Denver und Colorado Tourism Office. www.flyedelweiss.com

Zum Anfassen: Der balancierende Würfel im Park «Garden of the Gods». (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Zum Anfassen: Der balancierende Würfel im Park «Garden of the Gods». (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Blick in die Ferne: Gute Beobachter entdecken hie und da auch einen Elch. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Blick in die Ferne: Gute Beobachter entdecken hie und da auch einen Elch. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Für Sportfans: Das Baseballteam Colorado Rockies heizt den Zuschauern ein. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Für Sportfans: Das Baseballteam Colorado Rockies heizt den Zuschauern ein. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Für Geniesser: In den trendigen Bars kommen vor allem auch Bierliebhaber auf ihre Kosten. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Für Geniesser: In den trendigen Bars kommen vor allem auch Bierliebhaber auf ihre Kosten. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Direkt vom Grill: Auf der Ranch wird das Abendessen auf dem Feuer zubereitet. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Direkt vom Grill: Auf der Ranch wird das Abendessen auf dem Feuer zubereitet. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Wie ein waschechtes Cowgirl: Ein Austritt im nahe gelegenen Wald ist ein Muss. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

Wie ein waschechtes Cowgirl: Ein Austritt im nahe gelegenen Wald ist ein Muss. (Bilder: Loren Bedeli (Edelweiss)/Angelina Donati)

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