Da will man selbst wieder Kind sein: Diese Möbel machen ein Kinderzimmer zum Spielparadies

Dank der Coronazwangspause findet man vielleicht endlich Zeit, das Zimmer der Kinder aufzufrischen. Und der Nachwuchs kann erst noch mitwirken.

Silvia Schaub
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Ein Reich für moderne Prinzessinnen und Prinzen direkt unter dem Dach. Vorschlag des Online-Anbieters Littlehipstar.com.

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Bilder: zvg

Jetzt, wo man als Familie zusammenrückt und die Zeit vor allem in den eigenen vier Wänden verbringt, fällt es einem wieder auf: Das Kinderzimmer könnte man mal etwas auffrischen, dem Alter der Kinder entsprechend einrichten und vor allem so richtig gründlich ausmisten. Am besten bindet man dabei den Nachwuchs aktiv ein. Auch wenn das Flanieren durch die Möbelhäuser derzeit entfällt, die meisten Anbieter haben auch online eine grosse Auswahl, sodass man dieses Projekt gezielt angehen kann.

Das heisst nicht, dass gleich alles entsorgt und wieder neue Möbel an­geschafft werden müssen. Der Trick ist, den richtigen Mix aus Alt und Neu zu ­finden. Am besten lässt man sich von Pinterest oder Instagram inspirieren. Zum Beispiel bei Solebich.de, @miniundstil oder @Ella_and_tinyt. Die letztgenannte dänische Designerin inszeniert auf ihrem Instagram-Account die aktuellen Trends so hübsch, dass man am liebsten nochmals Kind wäre.

Auch in Büchern wie etwa «Kinderkram» (Verlag gestalten, ca. Fr. 57.−) findet man wunderschöne Looks fürs Kinderzimmer – egal welches Alter der Nachwuchs hat.

Zwei Trends stechen besonders heraus. Der eine ist das Thema «Back to nature» mit warmen erdigen Tönen und auch einmal dunkleren Farben. Die Natur kommt nicht nur mit den Farben ins Kinderzimmer, auch Tiere und Pflanzen sind allgegenwärtig. Teppiche in Tier- und Blattform, Naturprints ­ für Vorhänge, Tapeten ziehen ins Kinder­reich. Selbstverständlich sind Naturmaterialien wie Holz und Rattan gefragt.

 Ordnung schaffen mit Korb Silvi, 49.90 Fr., Micasa.

Ordnung schaffen mit Korb Silvi, 49.90 Fr., Micasa.

Bilder: zvg

Es lohnt sich auch im Kinderzimmer, auf nachhaltige Produkte zu setzen, die bestenfalls mit dem Alter der Kinder mitwachsen können, wie etwa der schon legendäre Tripptrapp-Stuhl von Stokke oder auch Hochbetten.

Lieblingsstücke renovieren und mit Neuem kombinieren

Ein weiteres wichtiges Thema ist «Do it yourself» und «Upcycling». Denn irgendein Stück, an dem man besonders hängt, findet man immer – sei es die Kommode der Grossmutter oder ein Tischchen, an dem schon die Eltern ihre Bastelarbeiten oder Hausaufgaben gemacht haben. Mit einem neuen Anstrich oder dem Abschleifen aufs Naturholz hat man im Nu ein völlig anderes Möbel.

Eine bewährte Vorgehensweise beim Einrichten ist, von einem Lieblingsstück auszugehen und es entsprechend mit Möbeln und Accessoires zu ergänzen. Folgende Fragen sollte man sich schon davor stellen: Wie hoch darf das Budget sein? Bietet das Zimmer genügend Stauraum für Lego, Duplo und allerlei Krimskrams? Und gefällt der Stil nur Mama oder auch dem Kind?

Kreativ-, Kuschel- und Spielecke einrichten auch mit wenig Platz

Damit sich ein Kinderzimmer wohnlich anfühlt, schafft man am besten verschiedene Bereiche – auch wenn das Zimmer noch so klein ist. Neben einer ruhigen, eher dunklen Schlafecke ist eine Kuschelecke ein schöner Rückzugsort für den Nachwuchs, etwa in Form eines Tipis oder Baldachins. Auch ein Sitzsack oder kleine Nischen mit Sitzgelegenheiten sind praktisch. Die gibt es zum Beispiel vom spanischen Label Nobodinoz, die beim Online-Anbieter Littlehipstar erhältlich sind. Das Portal hat übrigens eine ganze Reihe toller Artikel, die nicht nur Kinderherzen erfreuen.

Für kleine Indianer: Zelt von Nobodinoz, zirka 155 Fr., unter anderem bei mylittleroom.ch.

Für kleine Indianer: Zelt von Nobodinoz, zirka 155 Fr., unter anderem bei mylittleroom.ch.

Bilder: zvg

Selbstverständlich braucht jedes Kinderzimmer eine Kreativecke. Wenn das Kind gern bastelt, ist ein Gestell mit grossen Schubladen ideal, um die Utensilien zu verstauen. Schön ist auch eine Holzwerkbank, an der Mädchen und Buben werkeln können, z.B. von Flexa bei Micasa.ch.

Grundsätzlich sollte man auf gutes Licht im Raum achten. Falls es nicht schon durch das Fenster kommt, muss man mit Lampen und Leuchten ar­beiten. Auch in einem Kinderzimmer sollte die Balance zwischen neutralen Farben und bunten Akzenten eingehalten werden. Letztere können mit Accessoires wie Kissen, Behältern, Schubladen, kleineren Möbeln oder Bildern erreicht werden, die man einfach und kostengünstig den Bedürfnissen und Wünschen der jungen Bewohnerinnen und Bewohner wieder anpassen kann.

Bewegt in den vier Wänden


Weil sich der Nachwuchs derzeit häufiger zu Hause aufhält, dürfen im Kinderzimmer Spielzeuge, die überschüssige Energie kanalisieren, nicht fehlen. Es muss nicht zwingend das Trampolin auf der Terrasse (in Kleinformat etwa auf Bellicon.ch) oder die Kletterwand im Keller (Kinderspielewelt.ch) sein, schon eine Wippe (von Wobbel), fördert das Körpergefühl und die Balance. Die Holzwippe dient umgekehrt übrigens als Lesetisch oder Rutschbahn für die Spielzeugautos. Apropos Rutschbahn, die sind natürlich immer noch beliebt und lassen sich gut an Hochbetten anbringen. Kinder lieben auch Schaukeltücher. Darin kann man sich verkriechen oder sportlich aktiv sein. (sis)