Der Akku dieser Uhr hält dank Solarzellen länger – Doch es gibt einen Haken

Die Fenix 6 Pro Solar hat keinen Touchscreen, dafür läuft sie länger als andere Uhren. Sobald man den GPS-Modus einschaltet, ist dieser Vorteil allerdings weg.

Raffael Schuppisser
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Die «Fenix 6 Pro Solar» von Garmin

Die «Fenix 6 Pro Solar» von Garmin

Bild: zvg

Uhren werden zwar immer schlauer, aber kaum ausdauernder. Wer sichergehen will, dass seiner Smartwatch nicht im dümmsten Moment die Energie ausgeht, lädt sie am besten täglich auf. Das ist umständlich. Garmin versucht dieses Problem mit Solarzellen zu lösen, die das Display der Uhr umranden. Klingt gut – und ist erst noch grün.

Der Haken daran: Die Uhr braucht wesentlich mehr Energie, als die Solarzellen – auch an einem Sommertag – produzieren können. Ohne Steckdose geht es also nicht. Die Sonnenenergie verlängert aber die Laufzeit. Bei dem Premiummodell Fenix 6 Pro Solar von 14 auf 16 Tage. Apple-Watch-Nutzer dürfte weniger die Verlängerung um zwei Tage als vielmehr die Standardlaufzeit von 14 Tagen beeindrucken.

Die lange Laufzeit resultiert daraus, dass Garmin seine Uhren wesentlich stromsparender betreibt. Das Display strahlt nicht, sondern muss per Knopfdruck beleuchtet werden. Überhaupt: Knöpfe! Einen Touchscreen gibt es nicht. Man bedient die Uhr mit fünf Tasten. Das erinnert an eine Zeit, als Smartwatches noch Computeruhren hiessen und ihre beeindruckendste Funktion der Taschenrechner war. Einen Tweet am Handgelenk zu lesen und dabei mit Knopfdruck zu scrollen, ist fast schon ein Anachronismus.

Dennoch: Cool ist es schon, wenn man aufs Handgelenk blickt und sieht, dass noch zwei Wochen Akkulaufzeit vorhanden sind – oder sogar ein Monat, wenn der Smartwatch-Modus ausgeschalten ist. Sobald man allerdings die GPS-Funktion intensiv nutzt, vergehen Tage im Stundentakt.