Kolumne

Grüner Bereich: Der Kaiser wiegt zu viel

Der Birnbaum trägt schwer und ist in Schieflage. Dank des heissen Sommers bekommt der schmächtige Stamm des Kaiser-Alexander-Baums aber früher Entlastung als in anderen Jahren.

Bruno Knellwolf
Drucken
Teilen
Online - Leben - Kolumnen - Grüner Bereich

Online - Leben - Kolumnen - Grüner Bereich

Für den Birnbaum ist das einfach zu viel. An seinen Ästen hängen derart viele Früchte, dass der Baum arg in Schieflage geraten ist. Noch ein weiterer Sturm und all die feinen, braunen Kaiser-Alexander-Birnen liegen mitsamt des Stamms auf der Wiese. Denn dieser ist für die Menge der Früchte viel zu schmächtig. Dass der Baum derart viele Früchte trägt, hat seinen Ursprung im vergangenen Jahr. Wegen der Spätfröste Ende April sind damals alle Birnen erfroren. Nun holt der Baum mit besonderer Fruchtbarkeit nach, was ihm verwehrt geblieben ist.

Die Birnen sind schon bald reif.

Die Birnen sind schon bald reif.

Nur eine einzige Frucht hat überlebt

Eine einzige Birne hat die Kälte übrigens überlebt und war dann Grund für eine familiäre Birnenteilete im Herbst. Damit es diesmal mehr Früchte bis zur Reife schaffen, muss der Baum mit Pfählen und Seilen gestützt werden. Das Schlimmste konnte verhindert werden, auch wenn beim Aufrichten des Stammes ein eigenartiges Knacken zu hören war. Dank des Regens haben die Kaiser-Alexander-Birnen nun nochmals an Volumen zugelegt und das Bangen um die Stabilität erhöht. Hoffnung macht aber der Hitzesommer. Dank diesem sind die Früchte 18 Tage früher reif. Schon bald kann der Birnbaum entlastet werden.