Der Zoo Basel hat mit dem Kuh-Kofferfisch einen neuen Bewohner, der nicht gestresst werden darf

Nach fast 20 Jahren ist ein kleiner Fisch zurück im Zoo Basel: Der Gehörnte Kuh-Kofferfisch ist eine kuriose Erscheinung - und er ist giftig.

Roger Rüegger
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Es sind oft die kleinen farbigen Tiere, denen man besser mit Vorsicht begegnet. Der Gehörnte Kuh-Kofferfischim  im Zoo Basel ist so einer. Er ist im Aquarium 22 – das dem Thema «Gift» gewidmet ist – eingezogen, wie der Zoo Basel am Montag mitteilte. Der Fisch mit der seltsam unpraktisch anmutenden Körperform ist erstmals seit 1999 wieder im Vivarium zu sehen.

Der Gehörnte Kuh-Kofferfisch ist eine kuriose Erscheinung. Bild: PD

Der Gehörnte Kuh-Kofferfisch ist eine kuriose Erscheinung. Bild: PD

Unter den Fischen gehört der Kuh-Kofferfisch zu den kurioseren Erscheinungen. Sogar unter den Kofferfischen sei er mit seinen dornenartigen Hörnern auf der Stirn eine extravagante Ausgabe, heisst es in der Mitteilung. Sein Körper sei nicht biegsam, sondern bestehe aus einem festem knöchernen Gehäuse. Nur Mund, Augen, Kiemen, Flossen und Anus sind nicht gepanzert. 

Tierpfleger umsorgen den Fisch gut

Der aktuell etwa 10 Zentimeter grosse Fisch im Zoo Basel ist, wie es heisst,  kein einfacher Aquarienpflegling. Er knabbere gern mal an Korallenstöcken, die aber schneller nachwachsen würden, als er sie fressen könne.

Der kleine Kerl wird auch gut umsorgt. Die Tierpfleger sorgen nämlich dafür, dass er niemals gestresst ist. Er würde sonst ein Gift ausscheiden, das seinen Mitbewohnern gefährlich werden könnte.

Kofferfische treffen sich zur Hochzeit an sogenannten Rendezvous-Felsen. Dort balzen und laichen sie in der Dämmerung an einer erhöhten Stelle ihres Reviers. Dann steigen Männchen und Weibchen zur Wasseroberfläche auf und geben Eier und Spermien ab. Die Eier werden von der Strömung davongetragen und der Nachwuchs ist von nun an auf sich alleine gestellt.