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Die Entfaltung: Wir haben Samsungs Falthandy getestet

Endlich gibt es wieder ein Smartphone, mit dem man die Blicke auf sich zieht. Doch wie macht sich das Galaxy Fold im Alltag?
Raffael Schuppisser
Man klappt das Gerät auf wie ein Buch (Bild: Samsung)

Man klappt das Gerät auf wie ein Buch (Bild: Samsung)

Darauf haben Early Adopters gewartet. Endlich gibt es ein Smartphone, dessen Neuartigkeit man wieder auf einen Blick erfasst – wie damals, bei den Anfängen des iPhone. Da merkte man sofort, wenn einer im Restaurant nebenan ein neues Gerät auf den Tisch legte. Heute muss man schon genau schauen, ob noch ein paar Millimeter weniger Rand das Display einrahmen oder ob auf der Rückseite eine Kameralinse mehr aus dem Gehäuse äugt.

Beim Galaxy Fold ist das ganz anders. Es ist, wenn auch noch keine Offenbarung, so doch eine Entfaltung. Schliesslich ist das Gerät von Samsung das Smartphone, dessen Bildschirm gefaltet werden kann. Wie ein Buch klappt man es auf. Dann kommt ein Bildschirm zum Vorschein, so gross, dass das Gerät als Mini-Tablet durchgehen könnte. Wer hat sich das nicht schon gewünscht, beim Lesen, beim Surfen oder beim Netflix-Schauen?

Zugeklappt ist das Fold schmal - aber ziemlich dick (Bild: Samsung)

Zugeklappt ist das Fold schmal - aber ziemlich dick (Bild: Samsung)

Wenn man hingegen bloss telefonieren, eine Textnachricht schreiben oder den Musikplayer bedienen will, bleibt das Gerät zugeklappt, und man nutzt das kleine Display auf der Aussenseite. Wird das Gerät dann geöffnet, wechselt die Darstellung der App nahtlos auf den grossen Bildschirm.

Die eine sagen: "Wau!".
Die anderen: "Das sieht aber komisch aus."

Wenn man das Fold im Freundeskreis herumreicht, teilen sich die Reaktionen ziemlich genau in zwei gleichgrosse Lager auf. Einerseits: «Wau! Das will ich auch!» (Zumindest bis man den Preis von 2100 Franken nennt; aber hey, neue Geräte waren noch nie billig, und das iPhone nähert sich auch gefährlich der 2000er-Grenze). Andererseits: «Das sieht ja komisch aus!» Und dann kommt die Kritik an der Grösse und am Gewicht.

Die lässt sich nicht so einfach entkräften. Schliesslich ist ein doppelt so grosses Handy im zusammengeklappten Zustand auch doppelt so dick. Ja, wenn man es einsteckt, macht das ganz schön eine dicke Hose. Zu gross, zu schwer. Aber war das nicht schon die Kritik an allen Handyinnovationen der letzten Jahre? Doch wer möchte zurück zum Mini-Ur-iPhone? Eben.

Wenn der Erfolg nicht kommt, solls zumindest nicht am technischen Innenleben liegen

Manche bemängeln auch den sicht- und spürbaren Falt in der Mitte des Displays. Hier sei versichert, dass man ihn bei der täglichen Handhabung bald nicht mehr wahrnimmt. Störender ist das fast quadratische Format: Klar, um Instagram-Bilder anzuschauen, ist es perfekt, für die meisten Filme aber passt das nicht.

Technisch steckt alles im Gerät, was man sich derzeit vorstellen kann: insgesamt sechs Kameras, ein ultraschneller Prozessor und natürlich 5G-Empfang. Daran soll es nicht liegen, auch wenn dem Fold – was zu erwarten ist – der durchschlagende Erfolg noch verwehrt bleibt. Das wird einerseits am hohen Preis liegen, andererseits an der noch nicht ganz so eleganten Formgebung. Aber das Wichtigste: Die Falttechnik eröffnet den Smartphone-Herstellern ein neues Spielfeld.

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