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Die Kirche – oft im falschen Licht

Häufig macht die Kirche negative Schlagzeilen – zu häufig, findet der Baarer Autor Markus Baumgartner. Mit seinem Praxisbuch will er die Kirche zu einer Kommunikation befähigen, wie Jesus sie vorlebte.
Andreas Faessler
Das Bild, das die Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung abgibt, ist oft überschattet. Was kann sie tun, um wieder in einem besseren Licht dazustehen? (Bild: Getty)

Das Bild, das die Kirche in der öffentlichen Wahrnehmung abgibt, ist oft überschattet. Was kann sie tun, um wieder in einem besseren Licht dazustehen? (Bild: Getty)

Ob in der Tagespresse, auf Socialmedia-Kanälen oder in anderen Medien – geht es um die Kirche als weltumspannende Organisation, neigt die Tendenz eher zu unerfreulichen und kritischen Meldungen. Gewiss, die Kirche ist alles andere als skandalfrei, und zu Recht werden Missstände aufgezeigt. Während die Kirche nach entsprechendem Medienecho dann einmal mehr in einem miserablen Licht dasteht, verhallen die zahlreichen positiven Nachrichten vielfach ungehört. Damit einhergehend wird denn auch vergessen, was die Kirche und mit ihr die Christinnen und Christen in der Gesellschaft Gutes bewirkt haben und bewirken.

Und genau das ist es, was kirchliche Kommunikationsleute beschäftigt und bedrückt. So auch Markus Baumgartner, ­Vorstandsmitglied des Forums Christliche Führungskräfte sowie PR- und Kommunikationsfachmann. Der gebürtige Baarer setzt sich seit vielen Jahren aktiv mit der Wahrnehmung von Kirchen und Christen in der Öffentlichkeit auseinander. Für ihn ist klar: Je vielseitiger die Medienlandschaft mit all ihren unterschiedlichen Kanä- len wird, desto merklicher verschlechtert sich die Situation der Kirche und ihre Wahrnehmung. Und dieser Missstand ist zu einem grossen Teil hausgemacht.

Analytisch, aber leicht bekömmlich

Mit Baumgartners neuer Publikation «So machen Kirchen Schlagzeilen» wird laut eigenen Aussagen erstmals wissenschaftlich und repräsentativ anhand von konkreten Zahlenerhebungen dargelegt, wie es um die Situation der Kirchen in der Schweiz steht. Die Forschungsarbeit umfasst zudem zwei Analysen bezüglich Wahrnehmung von Freikirchen in den Medien. Neben Baumgartner haben weitere erfahrene Journalisten an der Publikation mitgearbeitet, die in ihrer Aufmachung zwar an ein Lehrmittel erinnert – was es für kirchliche Kommunikatoren gewissermassen auch ist –, aber leicht bekömmlichen Inhalt bietet. In eine erfrischende Sprache gefasste Erörterungen und Erklärungen anhand Beispielen in der Vergangenheit führt das Buch interessierte Leser aus kirchlichen wie auch aus weltlichen Kreisen an die Materie Kirche und Medien heran.

Keine simple Marketinganleitung

Anschaulich wird im Buch aufgezeigt, welche Fehler die Kirchen bei der Kommunikation nach aussen häufig selber begehen und dann an Ansehen einbüssen – und was sie dagegen unternehmen können. Denn die Hauptaufgabe der Kirchen ist es, die Kernbotschaften der Bibel, Gottes Wort, zu verkünden. Eine Kommunikation, wie Jesus sie vorlebte. Diese Botschaften sollen über die Kirche wieder erfolgreich in die Öffentlichkeit getragen werden. Und da will Markus Baumgartner mit seinem Buch Hilfestellung bieten. Es soll aber ganz klar nicht ein analytischer Leitfaden für ein erfolgreich praktiziertes Kirchen-Medien-Marketing sein, wie er sagt. Die Impulse setzen viel tiefer an, nämlich «im Kopf und im Handeln».

Markus Baumgartner: So machen Kirchen Schlagzeilen. Praxisbuch – besser kommunizieren. Reinhardt-Verlag, 288 Seiten, ca. Fr. 19.–.

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