Alles nur halb so schlimm? Weit gefehlt: Die Spitaleinweisungen haben sich verdoppelt

Lange stiegen zwar die Coronafälle, doch in den Spitälern spürte man kaum mehr was vom Virus. Letzte Woche begann nun auch diese Kurve zu steigen. Rund 20 Hospitalisationen sind es mittlerweile pro Tag.

Sabine Kuster
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Die Spitäler in den Kantonen sind ganz unterschiedlich belegt. Proportional zur Bevölkerung gibt es momentan am meisten Patienten im Kanton Jura.

Die Spitäler in den Kantonen sind ganz unterschiedlich belegt. Proportional zur Bevölkerung gibt es momentan am meisten Patienten im Kanton Jura.

(Bild: Corona-Patienten im April im Genfer Universitätsspital)

Das Coronavirus hat viel von seinem Schrecken verloren. Aktuell sterben zum Glück nur wenige daran, null bis vier Todesfälle gibt es pro Tag. Doch nachdem die Kurve der Corona-positiv getesteten Personen schon länger ansteigt, haben sich letzte Woche nun auch die Spitaleinweisungen verdoppelt. In den letzten beiden Septemberwochen kam es täglich noch zu rund 10 Hospitalisationen, letzte Woche waren es durchschnittlich 20.

Am Dienstag kamen nun 39 Fälle hinzu, die ins Spital eingewiesen werden mussten. Die Grafik zeigt die gemeldeten neuen Hospitalisationen rückwirkend verteilt auf das tatsächliche Eintrittsdatum. Am meisten Patienten pro 100'000 Einwohner haben die Kantone Jura, Neuenburg und Genf. Generell ist die Westschweiz stärker betroffen.