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Anastacia: «Die Weisheit des Alters ist ein Segen»

Die Sängerin hat ihren Brustkrebs besiegt und die Scheidung von ihrem Bodyguard überwunden. Die energiegeladene ­Amerikanerin verarbeitet die Tiefschläge auf ihrem neuen Album – und singt am 7. August in Schaffhausen.
Reinhold Hönle
«Ich habe mir früher zu viele Sorgen gemacht»: Jetzt geniesst Anastacia einfach, was ihr am meisten Spass macht – zu singen. (Bild: Peter Svenson)

«Ich habe mir früher zu viele Sorgen gemacht»: Jetzt geniesst Anastacia einfach, was ihr am meisten Spass macht – zu singen. (Bild: Peter Svenson)

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Der Durchbruch gelang Anastacia zur Jahrtausendwende mit dem Superhit «I’m Outta Love» – im Alter von 32 Jahren, wenn die Karriereuhr für die meisten ihrer Kolleginnen bereits abgelaufen ist. In ihren Anfängen war die Tochter des Sängers Robert Newkirk und der Broadway-Schauspielerin Diane Hurley Tänzerin und Studiosängerin, wurde allerdings seit der Scheidung ihrer ­Eltern von Morbus Crohn gebremst, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Nach weiteren Bestsellern wie «Not That Kind» und «Paid My Dues», auf denen sie ihre kraftvolle Soulröhre erneut mitreissend zum Tragen brachte, erkrankte sie 2003 zum ersten Mal und 2013 zum zweiten Mal an Brustkrebs. Dazwischen hatte sie ausserdem zu verkraften, dass ihre Ehe mit ihrem Bodyguard Wayne Newton nur drei Jahre hielt. Die energiegeladene Amerikanerin kehrte jedoch nach jedem dieser Tiefschläge auf die Bühne zurück. Die aktuelle CD «Evolution» spiegelt einige ihrer Erfahrungen.

Sich nicht einschüchtern lassen

«Natürlich freut sich niemand über schlechte Nachrichten, aber man muss sich Herausforderungen stellen und sollte sich von ihnen nicht einschüchtern lassen», erklärt Anastacia ihren scheinbar nie erlahmenden Kampfgeist. Vor ihrem 50. Geburtstag, den sie im September feiert, meinte sie, sie würde die Weisheit, die man mit dem Älterwerden erreicht, als Segen empfinden.

«Ich habe früher viel Zeit damit vergeudet, mir über private und berufliche Dinge Sorgen zu machen, die ich eh nicht kontrollieren kann.»

Heute ärgert sie sich nicht mehr, dass ihre Plattenfirma es verpasste, sie in ihrer Heimat richtig zu lancieren, und sie deswegen nur in Europa zum Star aufstieg. «Ich habe viel mehr von der Welt gesehen, als wenn es in den USA geklappt hätte, und kann in Los Angeles ein unbehelligtes Leben führen.» Ausser, wenn Touristen sie erkennen, weil sie statt Kontaktlinsen wieder einmal ihr einstiges optisches Markenzeichen, eine Brille, trägt.

Vorliebe für spirituelle Tattoos

Sie staunt, dass die Begeisterung bei manchen ihrer Fans so weit geht, dass sie sich die gleiche Tätowierung stechen lassen wie die Sängerin. Ihre Bekannteste ist das Anch-Symbol auf ihrem unteren Rücken. «Als spirituelle Person fühlte ich mich von Kreuzen sehr angezogen. Dann dachte ich, es sei das Prince-Symbol», erinnert sie sich an die Suche nach dem Motiv für ihr erstes grösseres Tattoo. «Schliesslich erfuhr ich, dass dieses alte ägyptische Zeichen ‹ewiges Leben› bedeutet.» Sie schwärmt von der wunderbaren Energie, die sie hat, seit sie wieder gesund ist. Sagt aber auch, dass sie sich weiterhin mit dem Krebs beschäftigen werde.

«Als ich die Stones sah, dachte ich: Das will ich!»

Momentan geniesst sie es aber einfach, das zu tun, was ihr am meisten Spass macht, zu singen. Seit ihrem Comeback 2016 ist der Wunsch wieder da, Songs zu schreiben und auf Tournee zu ­gehen. «Als ich die Stones sah, wie sie immer noch aktiv sind, dachte ich: Das will ich auch, dann habe ich noch 30 Jahre!»

Eines der für sie eindrücklichsten Konzerte in der Schweiz war ein Auftritt beim «Moon & Stars» in Locarno – nicht nur wegen der Piazza-Grande-Kulisse. «Es war heiss und ich trug eine Lederjacke», erzählt Anastacia. «Ich habe unheimlich geschwitzt und war ganz durcheinander, aber das Publikum ist ausgeflippt.» Es wäre keine Überraschung, wenn sich dies bei «Stars in Town» wiederholen würde.

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