Getestet

Dieses Falthandy überzeugt – es gibt nur einen Haken

Freunde von futuristischer Technologie werden Freude haben am Galaxy Z Flip. Das neue Smartphone von Samsung ist aber alles andere als günstig.

Raffael Schuppisser
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Das Galaxy Z Flip ist deutlich besser als

Das Galaxy Z Flip ist deutlich besser als

Bild. zvg

Seit Steve Jobs 2007 das erste iPhone präsentiert hat, ist klar, wie ein Smartphone auszusehen hat: ein flaches, langes Rechteck mit einem grossen Bildschirm. Über zehn Jahre und einige technische Kniffe später zeigt Samsung, dass ein Smartphone auch ganz anders aussehen kann: quadratisch kompakt. Das Galaxy Z Flip lässt sich zusammenfalten. In der Hand fühlt sich das an wie ein kleines Portemonnaie oder ein Schminkspiegel. Man kann es leger zwischen Zeigefinger und Daumen rotieren lassen und elegant auf den Tisch legen. Das klappt gut.

Es ist bereits das zweite Falthandy, das Samsung auf den Markt gebracht hat. Zuerst war das Galaxy Fold: Ein dickes Smartphone, das sich zum Tablet ausklappen liess. Cool, aber ganz schön heavy. Das Konzept des Z Flip geht auf, weil es sich bloss zum Smartphone entfaltet – und damit nicht wie ein Backstein in der Brusttasche liegt. Es ist handlich und in zugeklapptem Zustand auch edel. Die weniger gelungenen Details zeigen sich im ausgestreckten Zustand. Das Scharnier, das den Bildschirm faltet, macht doch einen etwas klapprigen Eindruck, der millimeterhohe Rand um den Bildschirm wirkt billig – ebenso das an Plastik erinnernde Glas.

Das Z Flip zeigt: Es funktioniert technisch wunderbar, einen Bildschirm zu falten, das aber mit ästhetischer Nonchalance zu tun, dazu bedarf es noch mehr Ingenieurskunst. Wer dumm fragt, warum man ein Smartphone überhaupt falten soll, dem sei gesagt: Weil es möglich ist und Stillstand langweilig wäre – und weil sich Design wandeln soll.

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