Drei neue Schweizer Meteoriten entdeckt

Die Meteoritical Society hat drei weitere Schweizer Meteoriten in ihre Datenbank aufgenommen. Damit sind jetzt offiziell elf Meteoriten aus der Schweiz bekannt, wie Wissenschaftler aus Bern, Zürich, Lausanne, Glarus und Genf am Montag gemeinsam mitteilten.

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Ein in der Atmosphäre brennender Meteorit. (Bild: Keystone)

Ein in der Atmosphäre brennender Meteorit. (Bild: Keystone)

(sda) Die Meteoritical Society ist die weltweite «Zivilstandsbehörde» für Meteoriten. Die neu registrierten Schweizer Meteoriten wurden allesamt auf Bergen gefunden: Auf dem Mont Sujet im Berner Jura, dem Mürtschenstock im Kanton Glarus und dem Chasseron im Waadtländer Jura.

Der Meteorit auf dem Mont Sujet wurde 2016 entdeckt. Er lag im Fallgebiet des grössten Schweizer Meteoriten, Twannberg, von welchem in den letzten Jahren über 1100 Einzelstücke gefunden wurden. Der Meteorit auf dem Mürtschenstock wurde 2017 von einem Alpinisten gefunden.

Kurios ist die Geschichte des Meteoriten auf dem Chasseron. Ein 16-Jähriger fand ihn 1959 auf einem Schulausflug, nahm ihn mit nach Hause und bewahrte ihn dort jahrzehntelang auf. 2017 stiess er auf Medienberichte über die Twannberg-Ausstellung und meldete sich deshalb beim Naturhistorischen Museum Bern.

Die Schweizer Meteoriten gehören dem Kanton, in welchem sie gefunden wurden. Die acht schon länger bekannten Meteoriten befinden sich in Rafrüti BE, Chervettaz VD, Menziswil FR, Ulmiz FR, Utzenstorf BE, Twannberg BE, Langwies GR, Ste-Croix VD.

Bruchstücke anderer Himmelskörper

Meteoriten sind Bruchstücke anderer Himmelskörper unserer Sonnensystems, die auf die Erde gefallen sind. Meist stammen sie von Asteroiden, selten auch vom Mond oder Mars. Meteoriten sind von hohem wissenschaftlichem Interesse, weil sie wertvolle Informationen über Himmelskörper liefern. (sda)