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Durch die Ohren zum Höhepunkt: Erotikportale für Frauen

Ein deutsche und ein amerikanisches Webportal versuchen auf ganz unterschiedliche Weise den Frauen mehr Lust mit sich selbst zu verschaffen.
Katja Fischer De Santi

Sex unter der Dusche im Fitnesscenter, ein heimliches erotisches Treffen in einem Hotel oder lieber morgens noch gar nicht richtig wach sanft verführt werden? Auf der Website Femtasy.com gibt es für jede sexuelle Fantasie die passende Geschichte. Nicht zum Ansehen, sondern zum Anhören.

Die Hauptdarstellerin ist stets die Zuhörerin. Von sonoren Männerstimmen wie jener von Samuel oder wahlweise auch von sexy Frauenstimmen wie jene von Emilia wird sie verführt und zum Höhepunkt gebracht. Vor gut einem Jahr gingen die ersten erotischen Hörgeschichten online, zurzeit sind mehr als 700 abrufbar. Das Monatsabo kostet 13 Euro, einen Tagespass gibt es für sechs Euro.

Mit Fantasie statt pronogrfischen Bildern

«Weibliche Lust funktioniert anders als männliche», sagt Julie Lepique, 25 und Gründerin des deutschen Erotik-Start-ups. «Viele Frauen benutzen, wenn sie sich selber befriedigen, ihre Fantasie, sie brauchen keine Pornos, die ihnen dann doch nur wieder ein unrealistisches Schönheitsbild vorhalten.»

Darum gibt es bei Femtasy den Filter «Bodypositive». Wer diesen einstellt, bekommt nur Aufnahmen gezeigt, die keine konkreten optischen Beschreibungen wie «flacher Bauch», «grosse Brüste» verwenden. «Femtasy ist für jede Frau – und jede Frau soll sich bei uns schön und attraktiv fühlen», sagt dazu Julie Lepique. Die Geschichten tragen Titel wie «Verzögerter Orgasmus», «Date zu dritt» oder «Versaute Nachhilfstunde» und kommen mal mit mehr, mal mit weniger Kontext.

Von «Detailverliebt» bis «Hardcore»

Die Geschichten orientieren sich laut Lepique an den Vorlieben und Wünschen, die 1500 Frauen bei Befragungen angaben. Zwar gibt es auch auf Femtasy Geschichten, die unter «Hardcore» laufen, aber es gehe stets respektvoll zu und her. «Einvernehmlichkeit ist uns sehr wichtig.» Neuerdings gibt es auch ein eigenes Genre für Paare.

Auch die amerikanische Website Omgyes.com will Frauen zu mehr Spass beim Sex verhelfen – jedoch ganz konkret mit sehr expliziten Anleitungsvideos von ganz normalen Frauen. Wer zuschaut, möchte die Techniken schnell selbst ausprobieren. Die Videos sind ästhetisch, die Frauen sind sympathisch-durchschnittlich und lachen viel. Das Ganze wird mit wissenschaftlichen Daten und Infografiken unterlegt.

Emma Watson ist Fan: «Es lohnt sich»

Mit diesem Konzept hat das Unternehmen in der Medienwelt für Aufregung gesorgt, nicht zuletzt weil Schauspielerin Emma Watson auf einem Podiumsgespräch offen ihrer Begeisterung für die Seite kundtat. Die Registrierung kostet einmalig rund 60 Franken. Bereits läuft die zweite Staffel, sie ist der Vagina gewidmet. Und wieder geht es darum, was tut Frauen gut, was mögen sie, wie sprechen sie über ihre sexuellen Wünsche. Und für Frauen (und Männer), die sich nicht gleich ranwagen, gibt es auf der Seite eine virtuelle Vulva, die man mit gekonntem Geklicke zum Orgasmus bringen kann.

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