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Kosmetik: Das Schönheitswässerchen aus der Rose

Die Rose kann viel mehr als nur hübsch aussehen. Ihr Innerstes steht bei Beauty-Fans hoch im Kurs. Nicht erst heute, schon Kaiserin Sisi soll eine «himmlische Crème» mit Rosenwasser verwendet haben.
Rahel Koerfgen

Die Rosen vom Valentinstag sind längst verwelkt. Die Freude über den Strauss dürfte bei mancher Dame aber anhalten, die Erinnerung an den Duft, der Anblick der zarten Blätter. Die Rose, sie gehört zu den lieblichsten und wohlduftendsten Pflanzen der Welt. Damit werden romantische Gefühle assoziiert, um sie ranken sich Mythen – sie ist Bildnis für Geheimbünde und spielt in zahlreichen Märchen eine Rolle – und sie steht für Schönheit.

Allerdings ist sie nicht nur hübsch anzusehen. Es steckt auch viel Gutes in der Rose. Bereits in der Antike wurde ihr destilliertes Blütenwasser gegen Hautalterung genutzt. Später soll eine Gesichtscreme mit Mandelöl und Rosenwasser zu den Schönheitsgeheimnissen von Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn gehört haben.

Sogar für Babyhaut geeignet: das Rosen-Pflegeöl von Dr. Hauschka (23 Franken).

Sogar für Babyhaut geeignet: das Rosen-Pflegeöl von Dr. Hauschka (23 Franken).

Ein Nebenprodukt der Damaszener-Rose

Von dieser «himmlischen Crème» liess sich Naturkosmetik­pionierin Elisabeth Sigmund zu ihren ersten Produkten inspirieren, etwa der Rosen-Tagescrème von Dr. Hauschka, die in den 1960ern auf den Markt kam und seither als der Klassiker des Labels gilt. «Die Rose in all ihren Varianten ist seit der Gründung der Marke 1967 ein absolut zen­-traler Inhaltsstoff», sagt Alexandra Brux von Dr. Hauschka. Der Bestseller sei aber nach wie vor die Rosencrème.

Eines der ältesten Beautymittel der Welt bringt im Naturkosmetikboom der vergangenen Jahre Beautyblogger ins Schwärmen und ruft die Kosmetikbranche auf den Plan: Ätherisches Rosenwasser, Rosenhydrolat genannt, ist heute längst nicht nur pur in der Apotheke erhältlich, sondern steckt in etlichen Produkten für Gesicht und Körper. Dabei ist es eigentlich nur ein Nebenprodukt, das bei der Destillation von Rosenöl aus den Blüten von hauptsächlich der Damaszener-Rose entsteht. Sie wird heute grösstenteils im «Tal der Rosen» in Bulgarien angebaut.

Das Geheimnis des neuerlichen Erfolgs von Rosenwasser liegt darin, dass alle Hauttypen von dessen Wirkung profitieren. Allen voran empfindliche Haut, unter der immer mehr Menschen leiden: Produkte mit Rosenwasser enthalten keinen Alkohol und sind besonders mild.

Allroundtalent: Erfrischend und entzündungshemmend

Macht wunderbar weiche und reine Haut: der Toner Hyaluron - Bloom mit Rosenwasser von Lovely Day (35 Franken)

Macht wunderbar weiche und reine Haut: der Toner Hyaluron - Bloom mit Rosenwasser von Lovely Day (35 Franken)

Stefanie Rosenthal vom Berliner Naturkosmetiklabel Lovely Day sagt: «Ein Allroundtalent. Es ist erfrischend, spendet viel Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend.» Auch für Mischhaut eigne sich Rosenwasser, da es die Talgproduktion reguliere, die Poren so verkleinere und die Haut nicht so schnell nachfette. Bei Lovely Day ist Rosenwasser in der Pink Clay Mask sowie im Toner Hyaluron + Bloom enthalten, der die Haut klärt und zu einem – unser Test beweist es – wunderbaren Hautton verhilft.

Fixiert das Make-up und wirkt glättend: der Rose Glow Mist von Pixis Skintreats (31 Franken)

Fixiert das Make-up und wirkt glättend: der Rose Glow Mist von Pixis Skintreats (31 Franken)

Eine weitere neue Marke, die in erster Linie junge Abnehmerinnen im Visier hat, ist Pixi Skintreats. Auch hier steckt in vielem Rosenwasser, etwa im Rose Glow Mist, der das Make-up fixiert. Es bildet eine Feuchtigkeitsbarriere und sorgt bei heissen Temperaturen dafür, dass nichts verläuft.

Regeneriert und glättet: das Konzentrat Absolue Rose Drop Night Peeling von Lancôme (130 Franken)

Regeneriert und glättet: das Konzentrat Absolue Rose Drop Night Peeling von Lancôme (130 Franken)

Der Boom rührt bestimmt auch daher, dass Rosenwasser eine verjüngende und regenerierende Wirkung hat: Es soll die Haut straffen und den Alterungsprozess verlangsamen. Das hat sich Lancôme auf die Fahnen geschrieben. Seit der Gründung im Jahr 1935 ist die Rose nicht nur das Symbol der französischen Marke, sondern wird laut Isabelle Maschio von Lancôme Schweiz in diversen Produkten laufend verwendet. Just zur Zeit des Hypes hat Lancôme seine Luxuslinie Absolue neu lanciert, mit Rosenextrakt als festem Bestandteil. Laut Isabelle Maschio wird das Rosenextrakt in einem ganz speziellen Verfahren gewonnen. Ein Highlight der Linie: der Confort Sugar Scrub. Das Körperpeeling ist seit vergangenem Sommer auf dem Markt. Es entfernt abgestorbene Hautzellen ganz sanft – und macht die Haut zart. Fast wie ein Rosenblatt.

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