Endlich wieder Mandarinen! Wir bringen 7 Grafiken zur beliebten Zitrusfrucht

Endlich wieder Mandarinen! Wir bringen 7 Grafiken zur beliebten Zitrusfrucht

Die Mandarine wird von der Clementine zunehmend verdrängt. Dabei war diese bloss ein Unfall.

Text: Annika Bangerter, Illustrationen: Rosina Mayer
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Nächste Woche bringt der Samichlaus Orangen, Mandarinen und Clementinen. Früher waren diese Früchte wertvoll und wurden an Feiertagen verschenkt. Heute importieren wir sie tonnenweise. Eine Zitrusfrucht ist dabei aber mit Vorsicht zu geniessen.

Unterschied Clementine und Mandarine

Illustrationen: Rosina Mayer

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Im Konkurrenzkampf zwischen Clementine und Mandarine liegt aber die Clementine vorn. Und zwar deutlich: Im vergangenen Jahr wurden rund viermal mehr Clementinen als Mandarinen in die Schweiz importiert. Die Clementine ist beliebt, da sie wenig bis gar keine Kerne hat und süsslicher als die Mandarine schmeckt. Wer nicht weiss, welche der beiden orangen Früchtchen vor ihm liegt: Schälen hilft. Eine Mandarine hat neun Schnitze, die Clementine acht bis zwölf.

Millionen von Orangen überqueren die Grenze

Illustrationen: Rosina Mayer

Orangen gehören zu den beliebtesten Früchten der Schweizerinnen und Schweizer. Nur Äpfel werden  als Früchte noch mehr gegessen. Dazu kommen Säfte oder Konfitüren, die aus Orangen hergestellt werden. Doch deren Bäume mögen weder Kälte noch Schnee. Deshalb werden die Zitrusfrüchte tonnenweise in die Schweiz gebracht. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 69406 Tonnen Orangen importiert. Das entspricht rund 463 Millionen einzelnen Früchten.

Grapefruit: Vorsicht bei Medikamenten

Illustrationen: Rosina Mayer

Früchte sind in jeder Lebenslage gesund? Nicht die Grapefruit. Wer Medikamente nimmt, sollte in der Apotheke genau nachfragen oder lieber gleich zu einer anderen Frucht greifen. Grapefruits enthalten Substanzen, welche die Wirkung von zahlreichen Medikamenten gefährlich verändern. Das kann lebensbedrohlich sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die Frucht isst oder ihren Saft trinkt.

Im Herbst und Winter ist Erntezeit

Illustrationen: Rosina Mayer

In Europa werden die Zitrusfrüchte in den Herbst- und Wintermonaten geerntet. Die Schweiz importiert sie vor allem aus Spanien und Italien. Gemäss dem Schweizer Obstverband werden zwischen Oktober und März die grössten Umsätze mit Zitrusfrüchten gemacht. Im Sommer gibt es Clementinen und Mandarinen praktisch gar nicht in den Ladenregalen zu finden. Zitronen und Orangen werden dann unter anderem aus Südafrika importiert.

Die Clementine, ein beliebter Unfall

Illustrationen: Rosina Mayer

Clementine oder Mandarine? Die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Zuerst war aber die Mandarine. Und zwar im Gebiet des heutigen Indien und China. Erwähnt wird sie erstmals in einer chinesischen Schrift aus dem Jahr 1178. Es dauerte, bis sie den Weg nach Europa fand. Im 19. Jahrhundert gelangte sie in den Mittelmeerraum. Dort bildete sich bald eine neue Sorte heraus: die Clementine. Sie war nicht vorgesehen, sondern vielmehr ein Unfall. Ein Mönch, Frère Clément, soll die Kreuzung einer Mandarine und einer Bitterorange zufälligerweise entdeckt haben. Von ihm soll die Zitrusfrucht ihren Namen bekommen haben.

Apfel aus China

Illustrationen: Rosina Mayer

China hiess nicht immer
China – zumindest im deutschen Sprachraum. Der
frühere übliche Ländername war «Sina». Dort hatten die Menschen Orangen bereits vor Beginn der christlichen Zeitrechnung gezüchtet und kultiviert. Im 15. Jahrhundert brachten portugiesische Seefahrer und Händler die süssen Orangen nach Europa. Im deutschen Sprachraum wurden die Früchte als Apfelsinen bezeichnet: die Äpfel aus Sina.

Vitamin C gegen den Schnupfen

Illustrationen: Rosina Mayer

Vitamin C stärkt das Immunsystem und ist am Aufbau von Bindegewebe beteiligt. Der menschliche Körper kann es jedoch nicht selber produzieren. Er muss Vitamin C über die Nahrung aufnehmen. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung rät erwachsenen Frauen, täglich 95 Milligramm Vitamin C zu sich zu nehmen, Männern 110 Milligramm. Der Bedarf ist mit zwei Orangen pro Tag gedeckt. Wem das zu viel ist: Es gibt Gemüsesorten, die einen höheren Vitamin C-Anteil haben als Orangen, etwa Brokkoli oder Rosenkohl.

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