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«Seeger» zum Verkauf ausgeschrieben

Das Haus Oberer Graben 2 hat eine lange Tradition als Kaffeehaus und Café. Jetzt steht es zum Verkauf. Fürs Restaurant in der Liegenschaft soll sich damit nichts ändern.
Das «Seeger» an der Ecke Oberer Graben und Bahnhofstrasse. (Bild: Reto Voneschen)

Das «Seeger» an der Ecke Oberer Graben und Bahnhofstrasse. (Bild: Reto Voneschen)

St. Gallerinnen und St. Galler kennen es, das Haus mit Restaurant und Garten an der Ecke Oberer Graben und Bahnhofstrasse. Es ist jetzt auf der Immobilienplattform Immoscout24.ch zum Verkauf ausgeschrieben. Auf einer Grundstückfläche von 592 Quadratmetern bietet das Gebäude im Unter-, im Erd-, auf zwei Ober- und in einem Dachgeschoss insgesamt eine Nutzfläche von 1320 Quadratmetern.

Das Gebäude biete «interessantes Umnutzungspotenzial für originelle Räumlichkeiten», heisst es in der Verkaufsanzeige im Internet. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf einen zusammenhängenden, heute als Lagerraum verwendeten Gewölbekeller mit 85 bis 100 Quadratmetern Fläche.

Ein Verkaufspreis für die Liegenschaft wird im Internet nicht genannt. Interessenten erhalten diese Angabe «auf Anfrage». Mit dem Verkauf beauftragter Makler ist die St. Galler Firma Cosy­home. Das Haus ist heute vollumfänglich an eine Betriebsgesellschaft vermietet, die darin das Café/Restaurant Seeger und die Seeger-Bar betreibt.

Die Pablo Diffusion SA verfüge über einen langjährigen Mietvertrag, heisst es auf Anfrage bei der Betriebsgesellschaft des «Seeger». Das Lokal werde daher «ganz normal weiterlaufen». Durch den Verkauf werde sich nichts ändern. Es gehe «rein um den Verkauf der Immobilie, ohne die Gastronomie und ihre Infrastruktur».

Seit 1912 ein Treffpunkt für Städterinnen und Städter

Als Restaurant-Standort hat der Obere Graben 2 eine lange Tradition. Erbaut wurde das Haus auf Basis eines Quartierplans von Johann Christoph Kunkler kurz nach 1840. 1912 wurde das Erdgeschoss zum Kaffeehaus umgestaltet. Bis heute äusseres Merkmal dieses Umbaus sind gemäss Beschrieb der städtischen Denkmalpflege grosszügige, an Schaufenster erinnernde Verglasungen auf Ost- und Nordseite.

Gemäss einem Text des ehemaligen Stadtarchivars Ernst Ziegler zog am Oberen Graben 8 im Jahr 1913 «Neumann’s Wiener Café» ein. Es erwarb sich rasch einen guten Ruf als Treffpunkt. 1939 zog Theodor Neumann mit seinem Café provisorisch ins nahe «Löchlibad». Im Oberen Graben 2 begann die «Seeger»-Ära. (vre)

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