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Ewiges Wachstum an den Hauswänden

Die Gärten sind an den meisten Orten in der Schweiz unter dem Schnee begraben. Nur die Algen an den Hauswänden wachsen noch und sind Profiteure der zunehmend milderen Winter.
Bruno Knellwolf

Im grünen Bereich? Davon kann in weiten Teilen der Schweiz keine Rede sein. Der Schnee presst die Pflanzen zusammen, die in Winterruhe verharren und sich über die wartenden Knospen in den Frühling retten. So kreucht und fleucht nichts im Garten. Dafür an der Hauswand. Denn dort fühlen sich die Algen pudelwohl und verwandeln das Gelb der Fassade in grün, grau und braun und breiten sich fröhlich aus.

Mehrere Hunderttausend Arten

Das machen Algen schon lange. Vor rund 2,5 Millionen Jahren begannen blau-grüne Algen, Cyanobakterien, Sauerstoff zu produzieren. So reicherten sie in Urzeiten die Atmosphäre an – ohne sie gäbe es heute kein Leben, wie wir es heute kennen. Jedes zweite Sauerstoffatom, das wir einatmen, stammt aus der Photosynthese von Algen. Sie gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde und es gibt mehrere Hunderttausend Arten, wie die Freunde des Botanischen Gartens Zürich schreiben, die zurzeit eine Algenausstellung zeigen. Nur unter dem Mikroskop zu sehen sind die Mikroalgen, gut sichtbar dagegen die Makroalgen an der Hauswand. Diese freuen sich über die zunehmend milden Winter und legen im Gegensatz zu früher gar keine Wachstumspause mehr ein.

Algen können überall wachsen. Wie hier im Fluss Jona, aber auch an Hauswänden.Foto: Moritz Hager

Algen können überall wachsen. Wie hier im Fluss Jona, aber auch an Hauswänden.
Foto: Moritz Hager

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