Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FERIENTIPPS: Wohin, wenn nicht nach Mallorca?

Sommervergnügen in einer kleinen Badebucht bei Baunei an Sardiniens Ostküste. Die nach Sizilien zweitgrösste Mittelmeerinsel ist einer der Profiteure der Unsicherheiten in anderen Feriengebieten. (Bild: Tuul & Bruno Morandi)

Sommervergnügen in einer kleinen Badebucht bei Baunei an Sardiniens Ostküste. Die nach Sizilien zweitgrösste Mittelmeerinsel ist einer der Profiteure der Unsicherheiten in anderen Feriengebieten. (Bild: Tuul & Bruno Morandi)

Gewöhnlich hat um diese Zeit ein Grossteil der Schweizerinnen und Schweizer die Sommerferien bereits gebucht. Nicht so heuer. Ägypten und Tunesien kommen für viele wegen der Anschläge in der jüngsten Vergangenheit nicht in Frage; auch die Türkei gilt ihnen als zu unsicher. Nach Griechenland zieht es derzeit wegen der Flüchtlingskrise viele nicht. Und Mallorca? Die spanische Insel ist in diesem Jahr noch beliebter und droht deswegen aus allen Nähten zu platzen. Wohin also? Wir haben fünf Alternativen zusammengetragen.

Familienferien in Bulgarien

Bulgarien hat weniger Einwohner als die Schweiz (7,4 Millionen) und mag auch wirtschaftlich nicht mit der Schweiz mithalten. Dies kommt nicht von ungefähr. Nach dem Zusammenbruch der Planwirtschaft im Jahre 1989 stand das Land vor einem gewaltigen Umbruch. 1996 kam es wegen der hohen Staatsverschuldung zu einer weiteren schweren Krise, Banken brachen zusammen, und das Land geriet in Schwierigkeiten gegenüber seinen ausländischen Kreditgebern. Doch Bulgarien beginnt sich zu mausern, insbesondere im Tourismus machte der südeuropäische Staat in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte. Auch wenn Bulgarien von den Kapazitäten her nicht mit der Türkei mithalten kann, preislich ist das Land für Schweizer sehr attraktiv. Deshalb hat beispielsweise auch der Türkei-Spezialist Bentour jüngst das Land in sein Angebot aufgenommen.

Die Saison ist relativ kurz; wirklich warm ist es am Schwarzen Meer zwischen Juni und September. Für Familien empfiehlt sich Varna. Der drittgrösste Ort am Meer wartet mit einem knapp 4 Kilometer langen Goldstrand auf, der im Norden 120 Meter breit ist. Auch Jugendliche kommen da auf ihre Kosten. Eine andere Destination für Familien ist Burgas, die zweitgrösste Stadt mit zahlreichen Hotels und einem breiten Angebot in Sachen Nachtleben. Zudem gibt es im Süden von Burgas auch einen Golfclub.

Für Bulgarien (Varna, Sofia) gibt es mehrmals wöchentlich Flüge ab Zürich und Basel – in rund zwei Stunden ist man dort. Weitere Informationen auf: www.tui.ch oder www.bentour.ch

Inselhüpfen im Ärmelkanal

Jersey, Guernsey – der eine oder andere denkt da unweigerlich an tiefe Unternehmenssteuern oder Sprachkurse. Doch die Kanalinseln sind mehr als nur eine Steueroase oder ein Eldorado für Englischstudenten. Die Kombination von britischer Tradition und französischem Savoir-vivre macht das Leben auf den Inseln speziell; es gibt insgesamt 16 Inseln, aber lediglich acht davon sind bewohnt. Und dann ist da die atemberaubende Landschaft: schroffe Felsklippen auf der einen Seite, herrliche Blumenpracht auf der anderen.

Bedingt durch die Lage im Golfstrom sind die Temperaturen im Sommer mild; in der Regel herrschen angenehme 20 Grad. Die Tage zwischen Mai und August sind geprägt von viel Sonnenschein. Wer die Vielfalt erleben will, reist von Insel zu Insel. Auf Sark beispielsweise gibt es keine Autos, stattdessen verkehren Kutschen. Und der Afternoon Tea im Hotel Longueville Manor auf Jersey gilt als legendär.

Rolf Meier Reisen bietet mit der Fluggesellschaft Blue Islands den einzigen Charterflug ab Zürich an (rund zwei Stunden Flugzeit). Auf allen Flügen gibt es noch freie Plätze, Interessierte tun aber gut daran, bald zu buchen. Mehr Informationen auf: www.rolfmeierreisen.ch

Surfen in Marokko

Marokko ist ein muslimisches Land, gilt aber als sicher. Dies hängt mit Herrscher Mohammed VI. zusammen. Er verfolgt seit 1999 einen Kurs der Modernisierung. So soll in dem Land im Nordwesten Afrikas unter anderem bis 2020 eine eigene Windkraftindustrie aufgebaut werden. Gleiches gilt für die Solarindustrie.

Doch gross ist das Potenzial auch im Tourismus. Marokko ist ein Land der Gegensätze: Im Norden herrscht Mittelmeerklima, im Landesinnern Steppen- und im Süden Wüstenklima. Dies eröffnet Möglichkeiten, unter anderem zum Surfen. Besonders empfehlen sich hier Agadir, Essaouira und Taghazout. Wer hingegen einfach nur baden will, dem sei Tamouda Bay empfohlen, eine neue Badeferienregion, die im Entstehen ist – angenehm auch vom Klima her. Banyan Tree und Sofitel haben hier bereits Hotels eröffnet. Wer gerne hoch hinaus will, der geht ins Atlasgebirge, wo es leicht kühler ist und das Ausblick auf eine beeindruckende Landschaft bietet. Ursprüngliche Dörfer gibt es auf einer Rundreise im Norden zu entdecken.

Marokko liegt 31/2 Flugstunden von der Schweiz entfernt und wird unter anderem von Edelweiss, Royal Air Maroc und Iberia angeflogen. Je nach Airline nebst Marrakesch und Casablanca auch Fes und Tanger. Mehr Informationen auf: www.letsgo.ch

Badeplausch auf Sardinien

Die italienische Küche und die hohe Lebensqualität sind schon fast ein Selbstläufer. Nicht nur deswegen wird Sardinien einer der Profiteure der Unsicherheiten in anderen Feriengebieten sein. «Wo gibt es so schöne Badebuchten wie im Norden der Insel oder Sandstrände wie im Süden?», fragt Beat Walser, Geschäftsführer von Smeraldo Tours AG. Durch das mediterrane Klima mit dem heissen Sommer und dem milden Herbst ist Sardinien geradezu prädestiniert für Badeferien.

Die Region erntet die Früchte der Investitionen in den vergangenen Jahren. So empfiehlt sich das Resort Forte Village im Süden der Insel nicht nur für Familien, sondern auch für Aktive, die es gerne ein wenig luxuriöser haben. Im Norden ist Licciola angesagt, der neue Teil des Resorts Valle dell’Erica. Der Norden liegt generell ein wenig mehr im Trend bei den Schweizern als der Süden.

Daneben ist Sardinien auch ein guter Ausgangspunkt für Jacht-Ferien, zum Beispiel mit der «Summerset», die in Schweizer Hand ist. Dies hat seinen Preis, doch dafür sind sowohl technische Ausstattung wie auch der Komfort hoch, und die Reise führt laut Prospekt zu den schönsten Plätzen Italiens.

Mittlerweile herrscht ein reger Flugverkehr zwischen der Schweiz und Olbia respektive Cagliari. Smeraldo Tours wartet mit speziellen Pauschalarrangements auf. Weitere Informationen auf: www.smeraldo-tours.ch sowie www.summerset-yachting.ch

Abschlagen auf Zypern

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft tut sich gegen Zypern gemeinhin schwer. 2005 unterlief Pascal Zuberbühler ein schwerer Patzer, er unterschätzte einen Ball aus 70 Metern: Zypern gelang der Ausgleich. Immerhin siegte die Schweiz am Ende mit 3:1. Neun Jahre später gelang den Schweizern im WM-Qualifikationsspiel gegen Zypern erst in der 90. Minute der wichtige Siegtreffer.

Nachhaltige Auswirkungen auf den Tourismus haben all diese Episoden nicht. Im Gegenteil. Die drittgrösste Insel des Mittelmeers wird bei Schweizerinnen und Schweizern immer beliebter. Die Buchungen liegen bei TUI Suisse in diesem Jahr im zweistelligen Prozentbereich über dem Vorjahr, und Zypern gehört zu den Top Ten der Badeferiendestinationen.

Das kommt nicht von ungefähr. Zypern kann mit klarem Wasser, einer vielfältigen Natur und aussergewöhnlichen Golfplätzen aufwarten. Der 18-Loch-Platz des Resorts Aphrodite Hills in Paphos etwa bietet einen einmaligen Ausblick auf das Meer. Für Party- oder Familienferien empfiehlt sich Ayia Napa, wer lieber «zu zweit» unterwegs ist, der ist in Paphos am besten aufgehoben. Zypern bietet sich übrigens nicht nur im Sommer an, sondern ist auch im Herbst zu empfehlen; die Temperaturen sind bis im Oktober angenehm warm.

TUI Suisse bietet fünfmal in der Woche einen Flug ab Zürich an (mit Edelweiss), zweimal wöchentlich ab Basel (Easyjet) sowie einmal wöchentlich ab Bern (mit Helvetic).

Dominik Buholzer

Gorey Castle auf der Kanalinsel Jersey. (Bild: Fritz Hiersche)

Gorey Castle auf der Kanalinsel Jersey. (Bild: Fritz Hiersche)

Mit dem Jet-Ski vor der Küste von Varna. (Bild: Keystone)

Mit dem Jet-Ski vor der Küste von Varna. (Bild: Keystone)

Bab Agnaou, Torbau in Marrakesch. (Bild: Rudolf Tepfenhart)

Bab Agnaou, Torbau in Marrakesch. (Bild: Rudolf Tepfenhart)

Blick von den Aphrodite Hills aufs Meer. (Bild: pd)

Blick von den Aphrodite Hills aufs Meer. (Bild: pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.