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Feuer und Flamme für den Elektrogrill

Sie gelten in der Szene weiterhin als unterste Stufe. Neue Hightech-Modelle aus dem renommierten Hause Weber machen Elektrogrills aber konkurrenzfähiger.
Hans Graber

Machen wir uns nichts vor. Wir E-Griller stehen in der Hierarchie zuunterst. Holzkohle und Holz? Ja! Gas? Ja! Elektrogrill? Um Himmels willen, nein!!

Die Abneigung der H- und G-Griller gegenüber der Kategorie E ist insofern nachvollziehbar, weil das Spiel mit dem Feuer wegfällt. Der archaische Zeusel-Trieb kann mit E nicht befriedigt werden. Aber kann man denn herausriechen, auf welche Weise Fleisch, Fisch oder Gemüse grilliert wurden? Blindtests haben gezeigt: Man merkt keinen Unterschied. Das passt natürlich nicht ins Weltbild von sturen Holz- und Gasköpfen. Also gut, dann sollen sie halt weiterhin das Gegenteil behaupten. Wenn der Glaube Berge versetzen kann, kann er sicher auch das Geschmacksempfinden beeinflussen.

Ich stehe ungeniert dazu: Ich bin E-Griller. Einerseits, weil Versuche mit Holzkohle regelmässig das ganze Stadtquartier eingenebelt haben, andererseits aus viel, wohl zu viel Respekt vor Gas. Ein Elektrogrill aus dem Hause Weber erfüllt seit Jahren zuverlässig seinen Dienst, wobei das Grillieren bei uns keine exzessiv ausgelebte Leidenschaft ist.

Da geht die Post ab

Aber wer weiss, vielleicht geht es alsbald doch noch ins Hardcoremässige hinein. Testen konnte ich in den letzten Wochen den neuen Ferrari unter den E-Grills, den Weber Pulse 1000. Von der Form her wirkt er zwar nicht viel anders als unser angestammtes Gerät (Q 1000) – aber sein Innenleben ist verblüffend und seine Kraft beeindruckend. Sein Preis leider auch.

Aber dafür geht die Post ab: Aufgeheizt ist der Pulse vergleichsweise extrem schnell, bei Bedarf über 300 Grad. Die Temperatur lässt sich auf dem LED-Display eines Front-Panels (Schalt­zentrale) ablesen, das abnehmbar ist. Steuern lässt sich der Pulse via Bluetooth-Verbindung und Weber-App mit Smartphone oder Tablet. Einstellen lässt sich da unter anderem, was man grillieren möchte. Und los geht’s. Dank des mitgelieferten Kerntemperaturmessers piepst es, wenn die Zieltemperatur erreicht ist.

Profis auf Youtube

Es macht Freude – nur sollte ich jetzt noch herausfinden, bei welcher Temperatur man das Grillgut auf den Rost legen soll. Der besteht übrigens aus porzellanemailliertem Gusseisen und ist – auch das ein Fortschritt– in zwei separate Hälften geteilt, die man in der Geschirrspülmaschine reinigen kann. Gleiches gilt für die innere Auskleidung.

Die Steigerung des Weber Pulse 1000 wäre das Modell 2000, mit zwei Steuerknöpfen. Der 2000er macht auch indirektes Grillieren möglich, das aber laut Profis in Youtube-Videos viel Fingerspitzengefühl verlangt. Für meine Bedürfnisse genügt der Pulse 1000 vollauf. Perfekt gelungen ist damit alles, auch anspruchsvollere Stücke wie ein Angus-Beef-Entrecôte. Ein anderes Kapitel ist, dass ich vom Grill gleichwohl lieber eine gute Wurst habe. Dafür braucht man sicher keinen Hightech-Grill wie den Pulse. Aber allein schon die theoretische Möglichkeit, den Holzkohle- und Gas-Fuzzis ein wenig einzuheizen, macht ihn gleichwohl recht verlockend.

Den Weber Pulse 1000 (1,8 kW) gibt es bei www.galaxus.ch für 790 Franken (mit Stand­vorrichtung 990 Franken). Das Modell 2000 (2,3 kW) ist je 200 Franken teurer. Zum Smartgrill gibt es allerlei Zubehör.

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